Geist ist wie Wasser

Geist ist wie Wasser in seinen Zuständen.

Geist umgibt dich wie Dampf
Doch schöpft du ihn nicht mit Händen

Er überfliegt dich wie Wolken in Formen die sind und doch enden

Er berührt dich wie Tropfen vom Regen kann dich erschrecken
Will alles zum Wachsen bewegen

Er ist Wahrheit, Stimmung und Segen

Ich danke dir für deine Durchdringung
Und für deine Übersteigung
Und auch deiner oft ungeliebten
Fruchtbarkeit gilt meine Verneigung

Dein Licht bewahrt vor der Versumpfung und vor der Versteigung
Mein Körper gibt sich ganz dir hin
In jeder Verneigung

Quelle: Lama Ole Nydahl(1998):
Das Große Siegel,
Raum und Freude grenzenlos, Vers 2

Purpurner Engel

Purpurner Engel leuchtend im Licht Du – der du selber wolltest, was du bist Fürchte dich nicht. Sag mir wie liebst du im Sonnenschein?

Fürchte dich nicht Du tust nur Bist nicht allein. Du mit dem Kainszeichen (Demian; v. H.Hesse) auf dem Hirn

Trage es mit Stolz und Ehrfurcht  auf deiner Stirn. Fühle und Spüre das Reich die natürliche Sicht Du, der Purpurne Engel leuchtet im Licht.

©Björn Berger, Frühjahr 1997

Nowhere

You say: live in the now and here!

But where is that thing without thinking and things my dear?

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You live between the sights that printed you,

and say that is like me and that´s not: is it true?

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There´s nothing like now and here

if your not aware, we have imprints and fear

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Every wow is a state that see´s

a fresh printed picture in the book of memories

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Ich say live, and live with the fear:

that we´re neither now nor here

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They say have an eye on the now

riminding that death ist the biggest wow

(Farounfirewater 17.07.21)

Guru Aarti



„Die Wurzel der Meditation ist die Form des Guru“
(Guru-Puja)


Die Reise beginnt im Osten, im Morgen,
im Eng-Sein in der erahnten Weite


Die Reise beginnt im Mittelpunkt des Herzens
wo ein Strom entspringt
der die dualen Dinge durchdringt


Es ist ein leuchtender Strom
dessen Wasser tanzt und singt
der die Dinge mit sich nimmt
und in seinem Fluß neu bestimmt


Guru du gehst vom Du zum Du
Du bist das Leuchten im Strom
klares Wasser, stürzend vom Thron


Guru, Guru wandelnd von der
Dunkelheit zum Licht
sehn wir in reiner Ansicht
im Liebesstrom getauft
zu deinen blauen Lotusfüßen auf


Guru, Guru zeigst uns auf
das es im Außen nichts mehr zu erstreben gibt
Wenn man im Liebesstrom geborgen und getragen
bedingungslos liebt


Liebesstrom bist so stark
weil man in dich mündend viel gelassen hat
Weisheitsstrom der das Enge und Grobe
nicht hebt,
ziehst durch die Welten für alles was lebt


Die Wurzel der Auflösung
ist die Form des Guru,
wurzelnd im Wasser
mit all seinen Bildern und Spiegeln
die als Elemente des Erwachens erschienen
Lieben und Erkennen
als ein und das selbe entsiegeln


Die Wurzel der Meditation
ist die Form des Guru
Hast du ein Bild, eine Form
durch Anhaftung zum Banner gebannt



Kommt der Guru und zeigt dir
-in dein Zimmer eingeschlossen-
die Stadt und das Land


Guru, Guru- Form und Leerheit
gehen in dir Hand in Hand
strömen in rechter Gelassenheit
und Flusskraft vom Hier und Jetzt
ins unenddeckte Land


Der Guru beginnt mit dem Küssen der Füsse des Täufers
und findet im Liebesspiel von Shiva und Shakti
die rechte Hingabe zu indisch Bhakti


Der Weg endet im Westen im schwarzen Winter
wo das Rot des Sommers und das Gold des Herbstes
geflüchtet oder angezogen von des Westens Macht
schmieden neue Elemente durch die Näherin der
Sterne die alles erleuchtende Weltennacht


Guru, Guru Form der Zerbrechung
hast alles neu gemacht
und selbst den Westen still gelacht

Daniel Baz 27.01.2019 Gedenktag der Befreiung von Auschwitz

Thema mitimpulsiert von
von einem Dharshan von Sri Durgamayi Ma, Ashram Brindavon Ulm

Aarti ist ein Sanskritwort für Licht, es gibt eine gleichnamige Zeremonie
für bestimmte Aspekte Gottes die dort Sonntagmorgens praktiziert wird


Bild: Brunnen Ehingen, Thema: Die Predigt an die Vögel des heiligen Franz von Assisi

Epiphanias Addendum





Wenn Aion das Telos
dir zeigt,
sich das Licht der
Gegend von Gott und Welt neigt
die Jungfrau gebiert aus dem Seelenland
Hast du es in Auge und Hand


Wenn die Lebenszeit und die
Ewigkeit in eines Knaben Spiel
zusammen sich finden
kann man auf Erden binden
was im Himmel wird frei


Im dreißigsten Jahr
wird der Herr durch den Wegbereiter offenbar
getauft mit Wasser und Geist
der Friedefürst in die Wüste reist


Wenn das Gold den Anfang macht
und auch der Weihrauch ist gebracht
dann ist der Körper aus Gott und Mensch
mit Myrre vermacht am vierzigsten Tag


Und der Stern der scheint
hat Ost und West vereint
und das Kind das wächst
hat Hab und Gut gelassen
in seinem Siebenschlaf
wird es zu Löwe und Schaf


Wird es den Stall verlassen
wird es das All erfassen
wird es die La-Sprache lehren
die Weisen beschämen und ehren


Wenn das Äon den Anfang dir zeigt
sich das Licht der Begegnung
von Geist und Welt in dich neigt
Hast du es in Herz und Hand
zu Epiphanias


meine Segnung  

(Daniel Baz, 06.01.2019)

Beitragsbild: Klaus Heider, Licht-Pyramide im Pantheon, Ausstellung Lichte Momente,Stadthaus Ulm

Das Sternzeichen als Menschheitsgeheimnis

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Ein Teil der Sternbilder zeigte die Fixsterne durch die das Sternbild definiert ist zusammen mit ihren Symbolen

In einem Vortrag über das „Sternzeichen als Menschheitsgeheimnis“ entfaltete Ursula Korb das Ergebnis ihrer Forschungen impulsiert durch ihr Erleben des Plateau von Gizeh in der Morgendämmerung. Vielleicht werden auch sie gelegentlich erfasst von der Schönheit und Ordnung des Sternenhimmels, fragte sie einleitend das Publikum des von der Internationalen Schule des Goldenen Rosenkreuzes organisierten Vortrags. Sie habe durch dieses Erlebnis im Weisheitswissen der Menschheit gestöbert. Sei auf die Kathedrale von Chartre(11.Jahrhundert) gekommen, wo im Eingangsportal, der Tierkreis sowie die Himmelfahrt Jesu dargestellt seien. „Was hat das eine mit dem anderen zu tun?“, fragte sie. Auch verwies sie auf das „Castel de Monte“ welches Kaiser Friedrich der II. , genannt das Staunen der Welt,in Südostitalien im 13. Jahrhundert nach den Gesetzes des Tierkreises bauen ließ. Des Tierkreises der, von der Erde aus gesehen, die sogenannte Ekliptik beschreibt, die scheinbare Bahn der Sonne vor dem Hintergrund der Fixsterne. Die Sternbilder wurden laut Korb schon vor tausenden Jahren definiert und dabei in 12 Bereiche eingeteilt. Der Kreis mit Fixsternen sei der Tierkreis der Sonne, oder auch siderischer Tierkreis genannt. Es gebe drei Tierkreise, die jeweils ihren Wirkungsbereich im Menschen hätten. Der persönliche Tierkreis auf die Natur des Körpers, der Tierkreis der Erde auf die Natur der Seele und der Tierkreis der Sonne auf die Natur des Geistes. Die zwölf Bilder stünden dabei für Kräfte des dialektischen Universums.Die gesamte Naturgeburt, werde durch den Tierkreis das sogenannte zodiakale System instand gehalten.

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Das göttliche Element im Tierkreis

Hier kam Korb zurück auf die Darstellung der Himmelfahrt Christi in der gotischen Kathedrale von Chartre. Ähnlich wie die Darstellung des Labyrinthes auf dem Fußboden der Kathedrale ist der Tierkreis eine Darstellung der erdbindenden Elemente, Christus jedoch sei als 13. unter den Zwölfen,das Element der Erlösung. Für die Urvölker sei der Urgrund aller Schöpfung Gott gewesen aus diesem Wissen ergab sich die universelle Weisheitslehre, von Zarathustra über Laotse, von Pythagoras bis Jesus Christus.Die 12 Jünger Jesu entsprächen dem Sternenlauf. Korb meinte aus der ältesten Geschichte der Menschheit, dem Gilgameschepos, habe sich Herkules entwickelt. Nicht nur Griechenland sei die Sonne als sichtbarer Gott der Erde verehrt worden und hinter dieser der unsichtbare Gott, den die Römer Vulkanus genannt hätten.Die Erde war hier nicht der Todesgrund, sondern der bergende Schlund für neues Leben. Die Frage nach dem Gott des Lebens, war die größte Frage. Die 12 Sternbilder seien meisterlich verschlüsselte Tore zu der großen Einheit. Die Reihenfolge der Sternbilder sei kein Zufall sondern die Reihenfolge von Entwicklungsstufen. Dabei gäbe es nicht aus Zufall 7 Tiernamen.4 Menschennamen und 1 Nichtlebenszeichen, die Waage, in der Mitte.

Nicht Tierkreis sondern Tyrkreis

Der Name Tierkreis, so Korb, komme nicht von Tier, sondern von dem germanischen Gott Tyr.In der germanischen Mythologie habe die Sonne drei Gestalten. Ihren Stand im Frühling der mit dem blauäugigen und lichten Gott Baldur identifiziert werde. Ihr Stand im Sommer identifiziert mit dem lebensgewaltigen Gott Wotan und ihr Stand im Winter identifiziert mit dem sensiblen Gott Tyr, dem Kind. Diese Deutung Tyrs, folgte wohl der Ansicht, dass Tyr früher der Schöpfergott der Germanen war, später aber als Sohn Odins verstanden wurde. Der Frühlingspunkt sei verbunden mit dem Zeichen Widder, sowie der Sommer mit dem Zeichen des Krebses. Die Herbstsonnwende am 21.September sei verbunden mit dem Sternbild Waage. Im Frühling dränge und sprenge da Leben seine umschließenden Hüllen( dieWidderstufe entspricht den ersten sieben Lebensjahren des Kindes).Hier ist der Wille des Ichs sich zu behaupten am größten. So wie Herkules immer wieder Aufgaben bekam um zur Selbsterkenntnis zu kommen. Zur Sommersonnenwende am 21. Juni dränge alles Leben nach außen. Zu diesem Zeitpunkt stehe die Sonne im Krebs. Der Krebs gehe aber verborgen schon zurück, so wie der ägyptische Skarabäus seine Eier in einer Mistkugel einrollt, selber stirbt, und so seine Nachkommen rettet. Herkules muss zu dieser Zeit das feine und flüchtige Reh einfangen, das heißt so Korb, seinen Intellekt in Intuition umformen. In der Zeit von Johanni bis Weihnachten atme die Erde ein. Die absteigende Herbstsonne, lasse die Dinge reifen. Ab dem 21. September der Herbstsonnwende würden die Tage kürzer. Jetzt trete die Sonne in den Steinbock ein.Das Licht werde neu geboren. Herkules bringe den dreiköpfigen Zerberus hervor, ein Symbol für Überwindung aller Begierden und aller guten Vorsätze. Herkules erlange durch Entschlossenheit und Disziplin Vollkommenheit. Auf der nördlichen Halbkugel habe die Bibel im Bild der 2 Säulen des Tempels von Jerusalem(Jachin und Boas) die Ausatmungsprozesse und die Einatmungsprozesse des Jahreskreises zusammengefasst. Die aufsteigenden und absteigenden Sonnenbögen seien auch die Säulen auf denen der Engel der Offenbarung stünde. Sie erschlössen den Zusammenhang von Himmel und Erde, von Mikrokosmos und Makrokosmos. Auch die der Liebe und der Schöpfung als der einigenden Kraft die Sonne und Sterne bewege und „unendlich viele Welten verbindet.“Die Sphinx sei als Löwenmensch, eine Figur die den aufsteigenden Sonnenbogen verkörpere.Das andere im Menschen, müsse erst wachsen, damit er den absteigenden Sonnenbogen, der in den Bereich unter der Pyramide führe, wo das Grab zugleich der Platz der Einweihung sei, erfahren dürfe. Dann fasste die Mathematikerin die Quintessenz der Frucht aus dem durchdringen des Sternenhimmels mit einem Gedicht von Justinus Kerner zusammen. Dort hieß es „Oh Mensch wenn noch so hart du bist, in dir ein Funke Gottes ruht.” In der Diskussion ging es dann um die Himmelsscheibe von Nebra, die 3800 Jahre alt sein soll und ebenso unter anderem den absteigenden und aufsteigenden Lauf der Sonne zeigt. Möglicherweise wurde sie als Instrument der Bestimmung der Zeitpunkte der Sonnenwenden benutzt.

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Eigentlich sei Weihnachten am Frühlingspunkt gewesen, wenn die Pflanze aus der Erde kommt, dass sei aber im 3.Jahrhundert auf die Wintersonnwende, die unsichtbare Geburt des Lebens gelegt worden, so Korb.

Links: Die Himmelscheibe von Nebra:

https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelsscheibe_von_Nebra