Staatsreligion

Allahu maa es sabiriyn

(Gott ist mit den Standhaften)

Ein Buch
5 Gebete
Ein Prophet
Ein Komet
Als Versammlungsstätte

Ein Gott
Ein Staat
Ein Gesetz
Ein moralisches Leben
Vom Propheten gegeben

Eine Mutter die Umma
Einen Vater unsichtbar
Ein Buch von Gabril
Gottergebenheit als Ziel

Das Schwert und das Rohr
Öffnen Herz und auch Tor
Wachstum der Umma das Ziel
Verbieten Trunk und Spiel
Auf dem lastet viel
Der viel will

Der Prophet wart vertrieben
und ist wiedergekommen
Hat sich Mekka, die Halb-Insel
Und halb Spanien genommen

Der Prophet wart vertrieben
Hat große Worte empfangen
Hat große Worte aufgeschrieben

Die Herzen waren offen
Die Zeiten dunkel
Viele Herrscher besoffen
Die Worte waren inspiriert
Die Stämme lernten hoffen

Die Sprache poetisch
Die Inhalte ethisch
Spaltend das Wort
Kämpferisch der Ton
Unser Gott hat keinen Sohn

Kouraischi durch Krieg
Vertreibung
Und Quran
Wurde dein Weg zur
Religion der Taliban

Talib heißt Schüler
Man muss es schon lernen
Wie das navigieren der Schiffe
Unter den Sternen
Das Wort des Propheten
Und die Ausrichtung
Beim Beten

Ein Gott ohne Sohn
Ein Staat ein Buch
Das die Büchersöhne schützt
Weil es dem Staate nützt

Der letzte Prophet vor Jesus
Wenn die Welt untergeht
Sein Volk kommt zu uns
Und wird geschützt
Weil es dem Staate nützt

Ein Gott
Viele Staaten
Der Körper als Zielscheibe
Für lukrative Taten
Vorbei die Zeit
Der Deutschland stirbt aus
Debatten

Ein Gott
Ein Staat
Ein Gesetz
Die Christen fliehen
Kundus ist besetzt

Der Prophet wart vertrieben
Hat große Worte aufgeschrieben
Von Gerechtigkeit
vom Schlachten und Siegen

Talib heißt Schüler:
Man kann heut wie Goethe
Und noch leichter erkennen
Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen

Geldmacht Gewaltwirtschaft
Lassen erkennen
Staat und Religion
Sind nicht mehr zu trennen

(Daniel Baz 8.8.21 am Jahrestag des
Augsburger Religionsfriedens)

Der Lichtstrahl

Bei den Weingärten, im Nebel sucht das Licht seinen Weg bei den Weingärten

weiße Hühnchen und eine Hand voll Sand Oh sage mir wo diese Blume blüht wie liebst Du im Sonnenschein oh Strahl der Du auch im Licht leuchtest

Die fremden Tage der Unseeligkeit sind  nun vorbei und spielen mit der rollenden Zeit die doch nur ein Moment zugleich Unendlichkeit

Und die Frage dessen die auch Antwort ist stellt sich sogleich welche im Gegensatz

Kreuze die Zeit –  Liebe den Schlot des Vulkans Spring mit Gewissheit hinein Trage dein Bild mit Liebe – Geduld und Demut  mit ein.

©Björn Berger ’98