Berliner Weiße

Es geht ums Ganze

“Alle großen Dinge müssen erst furchtbare, monströse Masken tragen
um sich ins Herz der Menschheit einzugraben” (Nietzsche)

Hörempfehlung:

Bob Dylan:I made up my mind to give my self to you

Weißt du noch im Herbst letzten Jahres
In Wien da wollten sie mit Masken
Für Grundrechte zum Steffl ziehn

Weißt du noch letzten Sommer
Im Tiergarten Berlin
Da pflücken ein paar Versprengte
Cornell-Kirschen drin

Weißt du noch wir ham Gaza Strip
Auf unsre Masken geschrieben
Du lerntest mich aloha
Ich dich nafeth… wir liebten

Du hast Nai gesagt!
Nai Du!
Egal der Berghain
War zu

Mir haben Mist gebaut
Von dem wir denken konnten
Das da was drauf wächst
Ham draußen geschlafen
Statt mit der Ex

Wir waren da mit alten Männern
Rockern, Volksmusikern, Pennern
Draußen für einen Atem
An der Berliner Luft
Raus aus der Isolation der Gruft

Wir waren nicht mehr viele
Denn wir waren weitgereist
Und zu spät doch es war ein
Kosmos und jeder ein Planet

Und wir wagten es zu wagen
Unsere Paraden mit Lautsprecherwagen
auf ein vertiefendes Lager hin
An den blauen Horizont zu vertagen

Berlin hat einen Großen Tiergarten
Und Wir redeten und lachten
Und zürnten da irgendwo
Irgendwo zwischen BIOS und ZOO

Und am Abend dann gingen wir
Romantischer als es romantisch sein
Kann den Schiffen winkend den Landwehr-Kanal entlang

Viele dachten Rot, viele dachten Rosa
Komödiantinnen, Spieler und Wochendposer, die Leinen waren los
Der Himmel war rot, die Wolken groß

Es gab ein Wir und viele Ich und Du’s
Und daraus entwickelten sich
Bye the way so manche
Begegnungs-To-Do’s

Wir spielten Theater
Vor dem Theater des Westens
Und liebten das Untergehn
Im spielfreudigen Rauch
Des Vergessens

Wir suchten die schwarzen Wolken der Massen da begann mein holdes Auge
Eine hohe Cirrus zu erfassen
Nichts mehr zu erreichen
Nichts mehr zu hassen

Berliner Weiße
Sie war so weiß und Ungeheuer oben
Hat mir das Herz gerichtet, das
Rückgrat hochgebogen

Copyright Farounfirewater (created 27082008 )

Titelbild: Buchcover Alexander Wiechec, Es geht ums Ganze

Die schwarze Rose

“Die Farben sind Taten des Lichts,Taten und Leiden”
(Goethe)

Senken sich die Blumenlider
Wenn es Nacht wird selbst
Härmt Sie sich, die schwarze Rose,
Auch bei Tage vor der Welt

Denn sie muss sich selber heilen,
Kann nicht ganz ihr Blut verteilen
Unterm Himmelszelt

Härmt sich vor der Sonne Gluten,
Vor der Urgewalt der Fluten
Und des Wachstums
Schicksalsmächten
Sieht nur die blaue Blume in den Nächten

Ist nicht ganz eingetaucht in den
goldenen Rosenbrunnen
Muss im dunklen Körperkleid
lärmend und gelähmt verstummen

Sie sehnt sich sehnsüchtiglich
Nach ihrer weißen Farbe,
Die sie verlor als sie im Triebe war
Und blickt auf ihr Narbe

Sie muss auch in die Nächte
Blicken voraus den Armen
und den Heißen: Hoffnungs-
Mächte schicken
Lässt sie doch auf die Schwäch
Der Rose ohne Rosengarten blicken

Mussten auch so manche Blätter knicken, in Überforderungen,
Hastigkeiten, Hektiken

So heilt sie in der Dunkelheit
Sehnst sich nach dem Gelb
Der Geistigkeit, die sich in die
Weisheit ihres aufgehellten Wesens
schreibt

Aus blauer Sehnsucht
und wärmendem Geist
Entspringt ein
helles Grün nun leis

Schwarz bleibt ewig
Wie auch weiß…

Senken sich die Blumenlider
Wenn es Nacht wird selbst,
Stürzt sie sich, die weiße Rose
auch in die Finsternis der Welt

Weil die Rote in der Sehnsucht
In der Liebe zu der Welt
Mit der weißen und der Schwarzen goldgelb erhellt zusammenhält

Deshalb sehen sich die Rosen
Zwischen Großtonnage und Bitumen
umstanden von mächtigen Sonnenblumen

Und ist nicht Wind Veränderung
Die das Rosenblut zerfließen lässt
In schwarz-rot-goldnen Bahnen
Aus dem Gold der Ahnen

Copyright Daniel Baz

Postdemokratie

“Der Leuchtturm der Demokratie ist kollabiert” (Marcus Klöckner, Zombie-Journalismus)

Demokratie deine Institutionen

Stehen da wie Säulen von Ruinen

150 Jahre Glasnost und Perestroika Offenheit und Umgestaltung

Biopolizei im Technotop fährt vorüber in elektrischen Limosinen

Wie außen so innen?

Die Menschen kümmern sich nur noch um sich Blumen und Arbeitsbienen

Biedermeier und Brandeins

Alles in Ästhetik ersoffen

Politikemos:

Manche fahren wie Demokratie- Beduinen die großen Stämme suchend auf Parteitage, Demos

Es fröstelt sie Innen

Christenkreuz:Wir wollen nichts tun doch alles hoffen

Tun wir betroffen von Ängsten und Worten besoffen

60er die WIR-Dekade

70er die Ich-Dekade

80er die Mich-Dekade

Ab 89 nur noch Ich, Ich, Ich

Postdemokratie-Soli:

VOLK aus der Wüste des Satteliten- Sozialismus

Du gabst 1848, 1990 den goldenen Schuss

Gorbi wollte Demokratie

Landmaschinenmechaniker

Statt Bruno Banani

Doch Jetzt sowohl Unterhose

Als auch dicke Hose

Mit Angst und Geld gepimpt

Im Zentrum des Imperiums

Wird jeder geimpft

Selbstschutz-Manie

Demos deine Beobachter stehen unter Schock

Die Brandeins-Biedermeier geben sich wie Drogendesigner

Adonis gibt dir gern den Pflock

Globales Dorf-Dialektik:

Mauern und Zäune und Waldkameras für Außenbereichsbäume

Postdemokratie in Wachstumsmanie

Hier herrscht die Wand und die steht unter Schock

Corona-Monarchie:

das Parlament ist so ohnmächtig

so korrupt wie noch nie

Demokratie:

der sogenannte Souverän aphatisch und arbeitsstumpf in Agonie?

Der Kopf ist ab es richtet der Rumpf, Haschisch macht die Schmerzen stumpf

Zwischen Ami go home und home grown has their exception been shown

Die unfröhliche Wissenschaft sinnlos in Stoffe vergraben

Freut sich auf sinnliche Sinnsuche beim Naturburschen Lanz heut abend

Hyperdemokratie:

Mediendemokratie alles sinnlich erforschte mit ihrem technischen Zeitbild

Untergrabend

Zahlenmeister:

deine Kains-Welt schlägt keine Welt

Lebensphilosophie:

Lenz, Agamben und Dylan Überschreiten empathisch-dramatisch

Den Rubikon tun es um

Der Wahrhaftigkeit Willen

Nicht um Anerkennung und Lohn

Performant und polyvalent

Im Monopol der digitalen Diktion

Augustus:

Ja heute Abend wird in den Ruinen ein großes Fest gespielt

Technokratie deine Institutionen

Stehn da wie Säulen von Ruinen

Ein Fest:

Wie es im Wir verbundene Wesen einstmals hatten

ROMANTIKER SAGEN IMMER

NOCH HABEN….

“Ich bin der Glanz der Glänzenden, der Würfel in Betrügerhand, Ich bin Sieg und Entschlossenheit, die Wahrheit dem, der zu ihr stand

(Bagavadgita, Zehnter Gesang, Vers 36)

Afghanistan

Oder der Krieg der Minderheiten

Mit der Invasion sowjetischer Wehrpflichtiger aus Usbekistan, Tatschikistan und Turkmenistan im Winter 1979 kam Afghanistan erstmals in den medialen Fokus in Deutschland. Anders als der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Norbert Röttgen aber nahegelegt hat(Maischberger von 19.08) war der russische Angriff keine reine Einverleibungsaktion zur Vergrößerung des Territoriums der Sowjetunion. Seit 1968 waren in Afghanistan kommunistische Zellen entstanden die die Russen 10 Jahre später von Außen beim Umbruch unterstützen wollten.

Der Widerstand des Paschtunwali?

In den 80er Jahren wuchs der Widerstand seitens der stammesgesellschaftlich organisierten Muslime an.
Die ebenfalls muslimischen Truppen der sowjetischen Invasoren liefen reihenweise über und tauschten Erzählungen nach ihre Kalaschnikov gegen den in Moskau unerschwinglichen heiligen Koran ein.
Es war die Zeit in der Bin Laden, Mullah Omar, Mullah Baradar und Gulbuddin Hekmatyar und Abdullah Abdullah als Mudschhahedin, also Islamische Gotteskrieger bekannt wurden.

Pakistan madrassa

Der Attentäter Bin Laden, der offizielle
Grund für die Amerikanische Afghanistan Intervention ist ja in Pakistan niedergestreckt worden.
Dieser durch das britische Empire entstandene Islamische Staat ist schon durch die Feindschaft zum ungleich größeren und stärkeren Indien überdurchschnittlich hochgerüstet. Zu Beginn der islamischen Kampagne gegen die Kommunisten unterstütze der pakistanische Geheimdienst ISI
Die Hisb e islami von Gulbuddin Hekmartya. Als es dem, wegen opferreichen
Raketenangriffen auf die Hauptstadt,
als Schlächter von Kabul getauften, trotz brutalster Gewalt und großer Unterstützung auch durch die USA
nicht gelang das Land unter seine Herrschaft zu bringen, setzten die
Pakistani auf die Taliban. Diese gelehrigen Schüler des Wahabismus wurden meist in pakistanischen privaten Schulen ausgebildet und galten deshalb als treuer als die höchst eigenständigen Kriegsherren, die zwar der Islam verbindet aber oft Stammesherkunft, Konfession und materielle Interessen trennen.

Armut und Bevölkerungswachstum

Laut Wikipedia hatte Afghanistan 1950 noch 7,7 Millionen Einwohner heute habe es 33,7 Millionen. Das heißt in den letzten 70 Jahren ist die Bevölkerung um den Faktor Vier gewachsen. Andererseits ist die schiitiche Minderheit der Hazara, dem turko-mongolischen Volk, dem auch der Eroberer Dschengis Khan entstammte seit dem 19. Jahrhundert geschrumpft. Auch heute werden sie am häufigsten Zielscheibe von Anschlägen sunnitischer Seite von Taliban bis IS. Das Volk ist verarmt, die Armutsrate liegt nach manchen Berechnungen bei 90%. Hunderttausende haben in den letzten Jahren das Land verlassen. Es gibt laut Medico international
2,7 Millionen Afghanische Flüchtlinge.
Neben dem Krieg, der auch 2,6 Millionen Menschen im Landesinneren in die Flucht getrieben hat, ist die Perspektivlosigkeit der Hauptfluchtgrund.


Ein Schweizer Modell?

Das Gebiet das ja heutzutage im Westen als Symbol des Religionskrieges gilt, hatte vor der Gründung des Nationalstaates Afghanistan kaum ethnisch-religiöse Konflikte. Erst als mit Hilfe der Briten die Paschtunen 1801, als mit heute 40% des Bevölkerungsanteiles, größte Gruppe das Land nach sich- Afghanistan heißt Land der Paschtunen benannten. Erinnerten sich auch Tatschiken, Abkömmlinge der arabischen Eroberer, Hazara, Usbeken und Turkmenen an die Erzählungen von Chorusan dem Land, welches alle Stämme in einer starken aber die Wurzeln anerkennenden persischen Föderation vereinigte.
Weder Briten, noch Sowjets und auch die internationalen Vertreter der politischen Gier-Dynamik, die USA haben es nicht geschafft Religion und Kultur des wehrhaften Bergstaates zu
dirigieren.

Logik des Eigeninteresses

Nicht mit Ideologie, nicht mit Waffen, nicht einmal mit Anreiz auf finanziellen Gewinn. Nun kommen
Inder, das erste Mogul Reich wurde von Babur aus Chorusan schon im 16. Jahrhundert erkämpft. Die Chinesen, auch hierzu gibt es eine Grenze und die Türken, die durch Islam und turko-mongolische Abstammung verbunden sind. Es bleibt zu hoffen die institutionelle Neuvermessung
des Landes berücksichtigt, dass der alte Imperialismus sich überdehnt hat,
und eigentlich auch die Folgen zu tragen hätte. Es wäre die Aufgabe des
Ungehorsams der Zivilgesellschaft in Amerika und Europa, die Eigenlogik der parlamentarischen Demokratien zur Abschottungspolitik zu skandalisieren.

Die Schwachen tragen die Last

Gerade vor den Wahlen in Deutschland.
Die Europäer sind in der bedingungslosen Solidarität zur amerikanischen Politik und ihren Umfragewerten migrationspolitisch gefangen. Die Taliban wollen Sieg und internationale Anerkennung. Den anderen der Regierung Ghani, und den lokalen Gebietsfürsten geht es ums reine Überleben. Ein Krieg aller gegen Alle droht nach dem scheinbaren Wegfall des gewaltsamen Hegemons. Die Schwachen und Friedfertigen, dass ist das tragischste werden zwischen Kabul, Masrar I Sharif und Kandahar darunter zu leiden haben. Und auch bei uns sind seit 2016 viele Arme schon so frustriert, daß sie die Migranten als Konkurrenten um das immer knapper werdende Überlebensgeld ansehen.Anis Amri war uns näher: Seit 2016 sind laut Medico 1035 nach Afghanistan geflogen, Flüge in Elend oder Schlimmeres.
WIR MÜSSEN UNSER LEBEN ÄNDERN.

Worterklärung: Der Paschtunwali ist der traditionelle Ehrencodex der Paschtunen. Seine erste Regel ist es anderen Paschtunen auch jenseits der eigenen territoriale Grenzen zu Hilfe zu kommen

Genius mundi-Genius loci

Deine Immunität ist deine Idee
Die vertritt hier aber niemand
Bald ist ne Demo geh

Du hattest Familie und Freunde zudem als Schutz
Jetzt hast du scheints die Wahrheit
Die beiden Kreisen trutzt

Dein Schutz ist deine Idee und Nützlichkeit
Ist da als Inbegriff der falschen Ordnung
Schon grundsätzlich passe

Das Wir ist älter als das Ich
Weshalb es das Ich auch bildet
Manchmal bricht

Dein Schutz der Dir nichts nutzt ist deine Idee
Und das Gedankengut das ihren Rahmen füllt
Ist es was dir Gefühlswellen durch Herz und Adern spült
So fühlst du dich lebendig dagegen und findest der neuen
Gruppe segen

Dieses Wir ist jünger als das Ich

Was dich schützt ist deine Gruppe die wahrnimmt und spricht wie du
Doch bist du nicht ganz wie sie do-be bleibst du wie du do-be-du

Genius loci ungeschütz
Und unvernützt

Das ist der Grund für Demokratie
Die Vielfalt der Sichten und Schichten
Überwachen und Strafen
Deraison et folie

Vielzuoft tankst du nur
Doch manches Mal danktst du auch

Demokratie ist ein Brauch
Religion ist ein älterer Brauch
Doch reden die ja auch

Moderne Gesellschaft ist Kommunikation die Alte Gesellschaft regierte der Priester regierte der Thron

Demokratie hat dich immer bewegt
Und du sie im Hirn auf der Straße
Nanntest es Praxis-Theorie

Was macht die Bundeswehr in Kunduz fragtest du den genius mundus?

Westliche Militärmaschinerie
Raus aus Afghanistan:
ich weiß nicht wie oft ich es schrie
Jetzt fliehen sie!

Und Gotteskrieger?
Ich lese Bücher und denke
Wie verschieden sind die!


Die denkt eine Einheits-Idee
Die befreundeten Stämme
Und Freunde schützen sie
Sie wurden lange verdammt
Und jetzt siegen sie

Wie Mohammed irgendwie:
Praxis-Krieg, Big family

Dies Ich ist Älter als unser Wir
Und die Ortskräfte stehen dafür
Denn sie stehen allein

Und das Ich der Afghanen
Will die Alte Herrschaft
Und Wir?

Khayyam|خیام

A Voice from Iran

 

“72nd story”

First published: Jan.03.2019

Omar Khayyam never got married and didn’t have any children. He was a tall man with a big head, quiet and recluse.

A genius who was able to read a full book and memorize it right away.

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Omar was a fan of Avicenna, the Persian Polymath, and in his notes named him as his teacher and mentor. Khayyam translated one of Avicenna’s Arabic treatise about Monotheism to Farsi. In the end, Khayyam left 13 treatises.

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In one of his treatises, he has a geometric solution for a cubic equation that Will Durant names a masterpiece of mathematics in the Middle Ages. One of Khayyam’s students, Hamedani, became a great poet, judge, and Gnostic who was killed because of his beliefs in philosophy.

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All of Hamedani’s theories have been proven thus far. The death of Hamedani was a trigger for Khayyam to start writing…

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