Die Mächte des Bösen

Sich windende Winde,  brodelnder Sturm, in denen keiner sich finde dem Zerbrechen nahe wankt jeder Turm.

Durchschauende Gesichter huschen durch die ewige Unendlichkeit.

Habgier da Verlangen nach Macht wird nicht gestillt bevor Blut  vergossen,  oder Gutes zerstört. Durch und durch Böse!

Durchtrieben gemein sind die Mächte des Bösen. Lasst euch nicht erfassen von seiner Gewalt. Glauben, an das Leben und seine unzähligen Möglichkeiten, zu lieben, zusammen stark sein, seiner sicher, daß alles eins  miteinander ist.

Und jeder trägt seinen Teil unverhinderlich dazu bei. Ohne Gefühle wie Glück, Freude, Traurigkeit, Angst, Zorn,  und unzählige andere Empfindungen,  zu denen wir nicht die Worte finden, um sie auzudrücken, ohne sie?

Wüssten wir, wo wir uns befinden? Heute haben zu viele Menschen die Oreintierung verloren, sie wissen nicht mehr, was L e b e n bedeutet, dass es Sinn und Zweck sowie ein Ziel hat, und das sie nur  noch länger umherirren müssen, bis sie, wahrscheinlich erst in einer Ewigkeit, vereint werden.

©Björn Berger, Frühjahr 1997

Purpurner Engel

Purpurner Engel leuchtend im Licht Du – der du selber wolltest, was du bist Fürchte dich nicht. Sag mir wie liebst du im Sonnenschein?

Fürchte dich nicht Du tust nur Bist nicht allein. Du mit dem Kainszeichen (Demian; v. H.Hesse) auf dem Hirn

Trage es mit Stolz und Ehrfurcht  auf deiner Stirn. Fühle und Spüre das Reich die natürliche Sicht Du, der Purpurne Engel leuchtet im Licht.

©Björn Berger, Frühjahr 1997

Hausbau und Isolation

Kein Halt, Kein Wuchs, Kein Ur

Dem ewigen Vater-Mutter

Zum Muttertag ist mir ein Gedicht mit dem Namen Zae-Ringer gekommen. Weil es so schlecht gesetzt war hab ich die Zeilen nun hoffentlich besser zur Geltung gebracht. Die Zähringen waren, ohne es nochmals nach recherchiert zu haben das vorherrschende freiburger Adelsgeschlecht, das später wegen fehlender Nachkommenschaft ausgestorben ist.Das Gedicht ist für meine Mutter, 77, ich Vater hieß Andreas Zäh. Sie war Gärtnerin später mit Blumenladen, Ihre Schwester starb mit um die 30 an einem Gehirntumor, sie hat 3 Kinder mit einem libanesischen Mann, den sie kurz nach dem Tod ihrer Schwester Erika kennenlernte    

Zäh-Ringer

 Ihr wart Opfer des Daemon Ich muss etwas werden

Die Häuser mussten bersten Die Männer mussten sterben  

Das Volk brauchte Raum jetzt war er geschaffen

Ein Volk fleißiger Frauen die Hacken die Waffen

Blumen, Tabak, Erde, Süßigkeiten damit konnte man im Laden den Unterhalt bestreiten  

Die Schwester wollte mehr: In Leidenschaft mit- leiden

So gab sie sich den Kranken hin und musste selbst früh scheiden

  Dann stieg ein fremder Mann ins Land er wollte technisch Brücken brauen

und als sein Blick den deinen fand fands du ihn alle Mal charmant

  Er fühlte sich oft fremd bestimmt

Auch sein Volk brauchte Raum und Geld so machte er sich an die Arbeit flog  um die halbe Welt

  Drei Frauen hielten die Stellung versorgten die Kinder die kamen

einer davon trägt deines gefallenen Vater´s Namen  

Heut ist Muttertag, zwei von 3 Söhnen sind etwas geworden

du schaust dir endlich deine Blumen an und ich hab Angst vorm Butterblumenmorden      (Alienus 09.05.21)  

Am Vatertag ist in Außeinandersetzung mit meinen wundenschlagenden Wunden ein Vatergedicht entstanden. Im Sinne von Beuys der heute 100 wurde zeige ich diese Wunden nun.

Vater

Vater du fehltest mir früher als ich alleine war und schwach Mütter ihr wart in der Mehrzahl heute regnet es rein in mein Dach

Alle mussten so stark sein ihre Kinder ließen sie schwach ich will dir an deinem Tag nicht arg sein du Mann von Welt und Fach

  Ich kann heute weinen und weine mit meiner Freundin mit Denn so mancher Tropfen der durch mein Dach dringt übersetzte sich für sie in einen Magentritt

  Vater du fehlst mir heute, nicht dein Sockel dein Thron

Du schufst ein Haus für die Zukunft und die verlorenen Söhne wollten nicht darin wohn

  Vater du stehst noch und fehltest noch in Sibirien ein Wüstensohn  

Jetzt kämpfen sie ums Mutterhaus und wandern ein und wandern aus und finden keinen Frieden  

Und du bist mild geworden durch Krankheit, Alter, Über-Ich Die Väter-Sprache ist uns Brück und Schild geworden: versöhniglich

  Vater du fehlst mir weil ich allein bin und doch sieht man dich durch mich

Und müsstest du sterben dann würd ich dich leben denn ein Vater unsrer Sprache starb in die Sehnsucht nach mehr Licht   (Dani, Vatertag 13.05.21)  

Planet B.SOS

Zirkus Krone 72 Jahre
Appsolute Demokratie
Weckers Welt
Die Utopie von Evony and Ivory

ARMER Mann gemeiner MANN

Zwischen Willkür und Diktat
Zwischen Geld und Staat
Appsolutistische Demokratie
Bürokratisch technische Vergiftung
Mitwelt-Misantrophie

Kampf der Selbstlaute wo es ums Ganze geht, lärmende Mittlautmelange
Alles rot stellt sich orange
Und sinnt heimlich auf Revanche

CLUB ORANGE

Planet B: Im Weltraum
Gefangen im Netz verlustiert
Babelsberg Bocks-B-Seiten
Der Caterpillar planiert
Die Gedärme saniert

Armer Mann trifft reichen Mann
beide sehn sich lange an…

Bei den Armen und den Gendarmen:
Neid is nice und Geiz ist geil
Wie Rauch und Kunst
Vorzeigen auch und und abstumpfen
Wer überleben will zeigt den Herrschern Gunst

Aus dem FFF- Camp vertrieben

Planet Besos und alle andern im
Überlebenszwang auf der Suche nach den Pesos

Rattenhöhle

Arbeitslos Im Stadtraum verloren
Im Allkampf verlustiert

Vom Antirassismusfestival gejagt
Ins Münster geflüchtet
So ziemlich am Leben, so ziemlich
vertiert

Michael sticht zu:


DIE ALTE ERDE WIRD VERKONSUMIERT.

Nowhere

You say: live in the now and here!

But where is that thing without thinking and things my dear?

————————

You live between the sights that printed you,

and say that is like me and that´s not: is it true?

—————————

There´s nothing like now and here

if your not aware, we have imprints and fear

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Every wow is a state that see´s

a fresh printed picture in the book of memories

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Ich say live, and live with the fear:

that we´re neither now nor here

—————————-

They say have an eye on the now

riminding that death ist the biggest wow

(Farounfirewater 17.07.21)

Freiheit, Gleichheit, Volksabstimmung

  

Joseph Beuys und Kunst der sozialen Umgestaltung

Beuys, dass ist ein Name den man kennt und der polarisiert. Jetzt wo er am 12.Mai diesen Jahres  100 geworden wäre gab es mindestens Ausstellungen in Wien, Ulm und Stuttgart.Themenschwerpunkt der Ulmer Exposition:Beuys und der deutsche Süden; was man in Ulm erfahren konnte in Stuttgart hat Lothar Späth- der unternehmerischste der bisherigen Ministerpräsidenten in Baden Württemberg-Beuys´  Kunst einen Dauerplatz in der Staatsgalerie verpasst.-Jeder Mensch ist ein Unternehmer-, so steht es ja auch in dem “Aufruf zur Alternative”, den Beuys zusammen mit Wilfried Heidt in Achberg bei Lindau 1978 entwickelte. Immerhin gilt das Dokument als Gründungsdokument der Partei Die Grünen. Und auch der heutige Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist in dem Bildband zur Ausstellung, dokumentierter Weise, auch zu Schulungszwecken im schönen Achberg am Bodensee  gewesen.Der Verleger Rainer Rappmann hat dem politischen Weggefährten Beuys, den er 1971 erstmals im internationalen Kulturzentrum in Achberg(INKA) traf, nun eine Ausstellung gewidmet. Die nach großem Erfolg im Ulmer Museum ab 24.07 in der Sammlung Vogelmann in Heilbronn zu sehen sein wird. Ihr Titel: Ein Woodstock der Ideen. Joseph Beuys und der deutsche Süden.In die ersten Regierungsjahre Helmut Kohl´s fällt eine in Ulm durchaus denkwürdige Diskussion.

1984 trafen auf einem Podium in der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche drei Ökonomen unter anderem Hans Binswanger und der Bildhauer Beuys zusammen. Seine These im Sinne seines erweiterten Kunstbegriffs: Die Kunst sei das Kapital und Geld habe die wahren Wirtschaftswerte nur zu begleiten, führte zu Missliebigkeiten und Unverständnis aber auch zu Beifall. Solange die Gesellschaft von einem Rechtstitel wie dem Geld versklavt werde, so Beuys auch in vielen seiner Aktionen auf verschiedenen Dokumenta-Weltausstellungen in Kassel können die vom Menschen für seine Freiheit benötigten Werte Freiheit, Gleichheit und Demokratie nicht erreicht werden. Wahl-Freiheit sei nicht gleich Freiheit, ebenso sei Freizeit nicht Freiheit, das seien alles Formen der ausbeuterischen Wirtschaftsgesellschaft aus dem Privatleben noch einmal Profit zu machen.

Der Dritte Weg vor der Wende

Den deutschen Süden inspirierte auch ein öffentliche Debatte mit dem zweiten großenprägsamen Schüler der Lehre Rudolph Steiners im Nachklang der 68er Zeit, dem Schriftsteller Michael Ende.1985 organisierte Rainer Rappmann in der Waldorfschule Wangen im Allgäu eine sechsstündige Mammutbefassung über den Kunstbegriff unter dem Titel: Kunst und Politik zwischen den beiden Geistesgrößen. An diesem Gespräch zeigt sich beispielhaft das der Ausdruck bei Beuys, nicht nur Ausdruck ist, sondern, dass der Düsseldorfer sich wie eine Zeitzeugin in Ulm bestätigte immer ganz gab. Er als Zeitgenosse des Nationalsozialismus und ausgesprochener Tatmensch rang in seinen “Umschmelzungsprozessen von Begriffen” um einen Dritten Weg, der die falschen Alternativen von sozialistischem Staats-Kapitalismus und liberalem Marktkapitalismus zu überwinden in der Lage sei.  Hintergrund dafür sei, dass die Naturwissenschaften die Menschheit auf Gedeih und Verderb als realen Zusammenhang hervorgebracht hätten. Die das biologische und bio-chemische betreffende objektive Krise durch Corona hat dies erneut zu Bewusstsein gebracht. Ende hingegen sah im erweiterten Kunstbegriff einen Fehlgriff, der drohe den klassischen Künstler zu Gunsten eines “Jeder kann tun was er will” aufzulösen. Heute erscheinen die Abschottung ins Private und die Blüten die der  Wille sich unabhängig fühlender Menschen  Effekte zu haben, welche die Ungerechtigkeit unter den Menschen und die Ausbeutung von Tier und Natur verschlimmern.Das meinte Beuys nicht mit einer Menschheit als sozialem Organismus. Beuys erweiterter Kunstbegriff ist für ihn geradezu ein durch die technisch herbeigeführte Menschheitstatsache und ihre soziale Desintegration in den vorherrschenden Systemen diktierter Evolutionssprung der Kunst.Alle Menschen seien denkende und damit aus dem Unbedingten neues schöpfende und gestaltende Wesen und deshalb seien jenseits der Herrschaft von Lohn, Eigentum und Profit alle Menschen Künstler. So trat Beuys in den von der gewaltsamen RAF geprägten 70er Jahren auf der Dokumenta 5 unter dem Thema “Gewalt der Einsicht” mit der Frage wie man durch kreative Aktionen die Welt verändern konnte an die Kasseler und Kasselaner heran.

Der an Rudolph Steiners Lehre orientierte Michael Ende hätte geantwortet.Der Künstler sei einst derjenige gewesen, der durch seine Werke das Ganze, das Heile, aber in der Moderne  auch das Schöne im Schrecklichen herausstellen konnte. Als Künstler machte er utopische oder dystopische Vorschläge wie ein nicht rein dem materiellen Fortschritt verhafteter Mensch sein könnte, etwa wie in seinem Buch Momo, was daraus wurde lag jedoch nicht in seiner Hand. Der Mensch als Schöpfer mit Ganzheitsbewusstsein, gestalte seine Welt nach dem Grade seiner Selbst- und Welterkenntnis nach mit, das Neue der sozialen Kunst, sei aber das die Gesellschaft selbst als Ganzes zum Gegenstand der Kunst werde. Die Gesellschaft sei in ihren Strukturen voller Gewalt, deshalb sei die neue Kunst keine schöne sondern eine schwere Kunst, weil in ihr die eigene uns letztendlich die gesamte gesellschaftliche Existenz transformiert werde. Deshalb sei direkte Demokratie die Methode zur Dreigliederung.  Der Mensch sei mehr als eine Struktur, oder ein Teil der Gesellschaft, das mache seine Würde gerade aus. Denken sei auch schon handeln und solche Eindrücke aus der Literatur müssten- Innen wie Außen- auch in sozialen Umgestaltungen Ausdruck finden. Die Moderne habe mit ihrer Wirtschaftsgesellschaft jede einheitliche Lebensgebärde verunmöglicht. Die Kunst müsse ein neues Kind gebären die soziale Skulptur bestehend aus Ökologie, Demokratie,Ökonomie und Pädagogik. Seit 1789 in Paris waren Freiheit, Gleichheit, Demokratie die drei Glieder der revolutionären Bewegung, die mit Beuys bis heute nicht beendet ist, einer Bewegung hin zu einer “neuen sozialen Architektur” der Menschheit. Deshalb goß der Aktionskünstler 1982 auch aus einer nachgestellten Zarenkrone einen Hasen. Der Souverän müsse sich verändern. Der Hase stünde so Rappmann bei Beuys für Beweglichkeit, Vermehrung und Intelligenz. Rudolph Steiner schrieb die begriffliche Dreiheit nach 200 Jahren  verbunden mit der selbst erlangten Erkenntnis über das rechte Verhältnis von Individuum und Form auf  Schultafeln in Deutschland. In der Kunst müsse Freiheit herrschen, vor allem Freiheit von äußeren Autoritären und wirtschaftlichen Zwängen. In der Wirtschaft Brüderlichkeit, die Dinge sollten gerecht verteilt werden. In der Rechtssphäre walte Gleichheit vor, vor dem von allen sich selbst gegebenen Gesetz. Die Dreigliederung als gesellschaftliche Praxis ist gerade Rappmann sehr wichtig und sie war es auch Beuys der 1986 in Düsseldorf verstirbt. Wärme entsteht durch Bewegung und Austausch.

Es geht ums Ganze-Kunst als Befreiungspraxis

Unter der Überschrift “Die Notwendigkeit eines Ganzheitsbewusstseins” heißt es im Aufruf an Alle:

“Der vollzogene Evolutionsschritt ist eine Tat des menschlichen Bewusstseins.Dieses Bewußtsein hat aber seine eigenen Produktionen nur dort erfasst, wo es Veränderungen in Teilbereichen bewirkt.

Inzwischen jedoch sind wir menschheitsgeschichtlich an dem Punkt angekommen wo das noch nicht erworbene Ganzheitsbewusstsein sich als der entscheidende Mangel in der heutigen Weltlage erweist.Daraus allein erklärt sich DAS GROßE LEIDEN, das heute wahrnimmt, wer auf den gehetzten, nach Macht und Prestige jagenden, zwischen die Schraubstöcke der Ideologien gespannten, von Krankheiten geplagten und in Kriegen sich zerfleischenden Menschen und auf die Plünderung und Zerstörung der hilflos ausgelieferten Natur hinblickt”

(Beuys et. Al(1978): Aufruf an Alle, zitiert nach der Version in der Ausstellung: Ein Woodstock der Ideen) Als ich am Ende der Führung Rainer Rappmann frage was uns Joseph Beuys heute noch lehren kann sagt er: “Miteinander reden, das was, man erfahren hat mitteilen, auf eine künstlerische Weise, der Omnibus für direkte Demokratie ist seit 1987 fast ununterbrochen unterwegs, 1990 glaubten wir auf unseren Fahrten in Ostdeutschland an einen dritten Weg, nur es sollte nicht so kommen.” Was passiert wenn nur von Oben, aufgrund von durch lange Zeiträume sich hinziehender Untätigkeit radikale Reformen durchgeführt werden spürt man gerade in den Protestbewegungen.Laut Beuys und seine Capri-Zitrone, mag dafür ein Sinnbild sein, muss jede Veränderung, die gewaltfrei bleibt sowohl von Innen aus auch aus einem breiten Gespräch kommen. Deshalbsei direkte Demokratie die Herangehensweise der Überwindung der versklavten Gesellschaftdenn Kunst die etwas bewegen wolle, müsse sich davon lösen, die falschen Systeme für Geld zu dekorieren.

Aufruf an Alle(1978): Auszüge[Später erschienen als Aufruf zur Alternative:

S.15

“Was den Konsumbereich betrifft, stellt sich die Konsequenz der Sache so dar, daß sich die Produktion nach dem Bedarf der Konsumenten richten wird. Kein Profit- und Eigentumsinteresse stehen diesem einzig sachgemäßen Wirtschaftsziel hemmend oder ablenkend im Wege.Die mit dem integralen System schon elementar verwirklichte Brüderlichkeit- [geschwärzt, im Folgenden g]” Arbeit ist prinzipiell zur Arbeit für andere geworden”- kann ungehindert zur Entfaltung kommen.

[Abschnitt ganz gestrichen]

Auch auf die so brennend gewordene ökologische Frage fällt[g] von dem gewandelten Geldbegriff her ein neues Licht. Das von Ökologen oft gebrauchte Schlagwort “Ökologie vor Ökonomie” ist unsinnig. Denn Ökologie an sich ist ohne Bedeutung für den Menschen. Das Problem besteht ausschließlich darin, daß unser Wirtschaften, das immer in der Transformation von Natur besteht, die ökologischen Verhältnisse achtet und nicht misachtet.Solange auf der Grundlage der alten anachronistischen Begriffe – Lohn, Eigentum, Profit – , also in den Rahmenbedingungen des Kapitalismus gewirtschaftet wird ist eine ökon[sic]konforme Ökonomie weder durch Gesetze noch durch Gebete zu bewirken.

Freiheit

Einerseits ist Freiheit individueller Impuls, das Handeln aus selbstbestimmten Motiven zu vollbringen.Andererseits ist selbstbestimmtes Handeln nur dann frei,wenn es seine Richtung empfängt aus der Einsicht in die Lebensbedingungen des Ganzen.(Rudolph Steiner)

links:

Aktion für direkte Demokratie:

http://www.omnibus.org

http://www.abstimmung21.de

www.museumulm.de

fiu-verlag.com

Literatur:

Ausstellungskatalog Museum Ulm und Kunsthalle Vogelmann Karsruhe(Hrsg.)

Ein Woodstock der Ideen-Joseph Beuys, Achberg und der deutsche Süden

Joseph Beuys, Johann Phillip von Bethmann, Hans Binswanger, Werner Ehrlicher, Rainer Willert, Ulrich Rösch, Was ist Geld?  Podiumsdiskussion

Audio:

Doppelaudio-CD,Joseph Beuys/Michael Ende: Kunst und Politik

Alle Werke zu beziehen über Rainer Rappmanns FIU-Verlag:  fiu-verlag.com

Nektarinen

Nektarinen Nektarinen sind glatt und prall Nektar innen ist außer sich sein Sehen ist Sehnen

Nektarinen sind glatt und prall

Doch hör ich’s nur summen und mähen

Nektar innen ist außer sich

Sein Sehen ist Sehnen

So wie des Durstes Pflicht der um der Frucht Gesicht Wespen und Menschen verflicht

Den Kern essen sie nicht

Fruchtfleisch orange und feucht nach dem der Gaumen lechzt und um welches der Wespenchor fleucht

Mensch ist nicht satt doch bedroht – Die Fleischfäden am Kern schimmern weiß und rot

Nektarine ist nicht mehr da – Kern vom Ursprung zu fern, wird geordnet ent-fernt

Nektar Innen ist inständig sah die Wespen – sah die Menschen- sah die Formen und Gefühle, Nektarinen und Esser

kommen und gehen

Ein fremder und harter Kern ließ Nektar Innen bestehn- Als Geistgestalt als Wortesbrot hinübergehn

26/06/21 Farounfirewater

Dekade der Renaturierung

Europäische Impuls für den Naturschutz

17.05.21

Über 200 Teilnehmern erfreute sich das vom Bund für Umwelt und Naturschutz(BUND) organisierte Online-Podium mit Diskussion. Moderator Matthias Meißner, seines Zeichens Leiter der Abteilung Ökologische Vielfalt, der selben Umweltschutzorganisation durfte drei Kurzreferate von Funktionären der Europäischen Union ankündigen.

Markus Erhardt sprach aus Sicht eines knowledge hub in Kopenhagen, also eines von Brüssel relativ unabhängig arbeitenden EU-Wissensarchives.

Jutta Paulus als grüne Abgeordnete des Europäischen Parlaments sprach aus der Sicht der Legislativeund

Alexander Just als Beautragter der Europäischen Komission für Umweltschutz also als Vertreter der Regierung. Zunächst gab der Kopenhagener einen prägnanten Abriss der wichtigsten Zahlen.

120000 Naturschutzgebiete gebe es in der EU, wovon allerdings 60% kleiner als 1 Km² seien. Die Landschaft an Schutzgebieten sei also sehr fragmentiert. 25,6 % der Flächen stünden unter Naturschutz, aber nur 11,1 % der Ozeane. Bei den Landflächen sei man nah am Ziel, das bei 30% geschützter Flächen liege. Auf dem Wasser gebe es noch sehr großen Handlungsbedarf auch und gerade beim Thema Biodiversität. Denn komplett geschützt, also von der menschlichen Nutzungbefreit seien nur 3% der Landmassen und weniger als 1% der Meeresflächen.Deutschland sei bei allen Indikatoren bei den oberen 10 in der EU was Umfang und Güte der Naturschutzgebiete betrifft.Das EU-Programm Bio Diversity 2030 wolle das Europa der erste klimaneutrale Kontinent werde. Dazu müsste aber auch die ökonomische Ebene sich an die Naturessourcen anpassen, mahnte Ehrhardt an.

EU-Green-Deal

Jutta Paulus die seit 2 Jahren mit den Schwerpunkten Energie und Klima im EuropäischenParlament sitzt begann mit einer eindringlichen Erinnerung.

Die Irreversibilität des Zusammenbruchs von Ökosystemen wird oft noch nicht verstanden”

Es sei wie bei einem Jenga-Turm und die Arten seien die Bausteine, wenn zu viele Arten als Bausteine aus dem Gebäude verschwinden, dann stürzt das ganze Gebäude zusammen und auch wir sind ein Teil des Gebäudes. Bäume pflanzen würden viele helfen, nur helfe das den Gras- und Sumpflandschaften nicht. Es brauche Entscheidungen und Normen im großen Rahmen. Ende des Jahres werde die EU einen Renaturierungsplan herausgeben. Damit sollen 30 % der bereits degradierten Ökosysteme wieder renaturiert werden. Gerade Moore, die oft in Küstengebieten zu finden seien, seien für landwirtschaftliche Nutzung entwässert worden, was einen riesigen CO² Ausstoß mit sich bringe. Im Chat, der sehr rege diskutierte und Fragen stellte wurde die EU-Würdenträgerin darauf hingewiesen, dass nahe ihrem Wahlkreis die amerikanische Luftwaffenbasis Ramstein ein riesiges Moorgebiet in Beschlag nehme. Sie solle eine Initaitive zur Beendigung dessen und zur Renaturierung der verschmutzten Gebiete unterstützen. Auch Paulus kam auf den wunden Punkt des Gewässerschutzes in der EU zu sprechen. Für den Schutz der Gewässer sei trotz Fortschritten bei der Stabilisierung der Fischbestände im Nord-Ost-Atlantik viel zu wenig Geld da.

Alexander Just von der Europäischen Kommission mahnte an klare Erhaltungsziele zeitigten effiziente Erhaltungsmaßnahmen. So hätten Messbarkeit und etwa klare Mengen- und Anteilsangaben beim Todholz zu realen Verbesserungen geführt. Wichtig sei auch bei den regionalen Behörden, dass sie die Ziele öffentlich und breit kommunizierten, denn wissenschaftliche Papiere in Schubladen nützten der Umwelt nichts.

Das letzte Wort, bevor es in die Diskussion ging hatte Magnus Wessels abermals vom Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland. “Viele denken 1 Milliarde Euro für Biodiversität, [alias ökologische Vielfalt Anm. d.Verf.] sei viel. Dabei umfasse der Bundeshaushalt 500 Milliarden.”In Deutschland müsse man was Naturschutz betrifft zwar nicht bei 0 anfangen. Zur Bewältigung der großen Aufgaben im Küstenschutz und bei den Mooren brauche man aber einen Bundesnaturschutzfond. Das sei bei Lichte betrachtet aber alles leider nur Reparaturbetrieb solange man nicht eine nachhaltige Landwirtschaft hinkriege. Diese Mammutaufgabe sei hingegen nicht möglich solange das Wirtschaftswachstums an den Verlust biologischer Vielfalt gekoppelt sei.

Zum Ende der Referate waren noch immer um die 200 Leute online und im Vergleich zu so mancher Veranstaltung dieses Formats waren im Chat eigenständige Diskussionen und ganze Fragenlisten entstanden. Hier spürte man einerseits Deutschland ist und war ein umweltbewegtes Land. Andererseits das viele Leute von BUND und anderen Nichtregierungsorganisationen sich hier tummelten und zu guter letzt auch das die Grünen eine demokratische und ganzheitlich orientierte Basis haben, die vernunftmäßig resonanzlose Feind-Freund-Debatten und die Politik der Feindschaft im Großen ablehnt.