Wie schützen wir Europa und Nordrhein-Westfalen vor den Fluten

04.08.21                                                                                                                                ZOOM

        

Mit dem Webinar “Europe calling” bietet der Parlamentarier im Europaparlament Sven Giegold ein Podium(www.sven-giegold.de) um Politiker der EU-Ebene mit Bürgern, Wissenschaftlern und Politikern in den Kommunen  ins Gespräch zu bringen. Am 04.08. hatte der Wirtschaftswissenschaftler, Mitbegründer des wirtschaftskritischen Netzwerks Attac, drei Referenten und laut eigener Aussage über 1500  Veranstaltungsteilnehmer auf der  Kommunikationsplattform Zoom zusammengebracht.Das brisante Thema: Wie schützen wir uns vor den Fluten? Vor drei Wochen waren durch Überflutungen an Ahr, Erft und Urft in der Eifel nur in Rhein-Land-Pfalz 141 tote Menschen zu beklagen. Trotz des durch Corona noch einmal verschärften Klimas der Versicherheitlichung, trotz Warnungen von Deutschem Wetterdienst und dem Bundesministerium für Katastrophenschutz erhebt heute der CDU-Politiker und THW-Funktionär Marian Wendt Anklage gegen die in der Verantwortung stehenden Landräte. Im Verteidigungsfall würden  auch Polizisten und Generäle, Fachmänner für Sicherheit, helfen und keine Wahlbeamten eine neue Spirale der Versicherheitlichung? In Giegold´s Webinar zeigte die englische Klimawissenschaftlerin Hannah Cloke von der Universität Reading an der Themse auf, dass es mit EFAS und GLOFAS, ein europaweites Flutwarnsystem gibt, dem jetzt mit GLOFAS auch ein globales gefolgt sei. Flutwarnsysteme, lohnten sich sofern sie von den Menschen angenmessen genutzt würden! Jeder investierte Euro spare 400 Euro an Folgekosten nach einem wirklichen Flutereignis. Mit denen wird sich die Ministerpräsidentenkonferenz, als ebenfalls aus der Not geborene politische Entscheidungsinstanz, nächste Woche befassen müssen.

Die Wissenschaft soll das Unsichtbare sichtbar machen

Es habe schon Fluten 2014 im Balkan gegeben, die vom European Flood Awareness System 8 Tage vorher erkannt wurden. Bei den Ereignissen an Rhein sei am 12. also zwei Tage vor dem Starkregen eine Flutwarnung rausgegangen. Die Warnung ging an die zu Schutzmaßnahmen befugten Behörden, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz(BBK) und das entsprechende Landesamt in NRW und Rheinland-Pfalz. Auch nach Belgien, in die Schweiz, die Niederlande und Luxemburg seien ebenfalls Flutwarnungen rausgegangen.  Wetteraufzeichnungen gebe es erst seit 1881. Die Ebene der Wissenschaft könne Wahrscheinlichkeiten und mit dem Alltagsverstand nicht sichtbare Bewegungen abbilden und erklären. Wenn es zu Lebzeiten eines im Ahrtal lebenden noch nie solche Phänomene gegeben habe, könne er sie sich nicht vorstellen. So wie der in der Eifel ansässige grüne Bundestagsabgeordnete Oliver Krichel, ebenfalls bei dem Dikurs mit von der Partie.Die Wissenschaft könne solche unvorstellbaren Dimensionen aber durch große Forschungsanstrengungen und Rechenkapazitäten aber teils einschätzbarer machen. Nicht mehr und nicht weniger. Tragisch aber wahr aber sei:dass gesamte System zum Schutz der Menschen von der Warnung bis zur Evakuierung und zum Schutz habe nicht funktioniert.

Forderung: Mehr Kompetenzen für Bund und Land bei Bevölkerungsschutz

Verena Schäffer ist seit 2012 Innenpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag in NRW.In ihrer Präsentation zeigt sie auf, das am 12.07 der Deutsche Wetterdienst die Laschet-Regierung, Städte und Kreise gewarnt habe. Ein Grund für das Versagen sei, dass es keine inhaltliche Einschätzung  der Warnung auf lokaler Ebene gegeben habe, keine Handlungsaufforderungen den Kommunen gegenüber und keine Kommunikation zwischen Innen- und Umweltministerium.“Der Staat ist gefordert die Bevölkerung zu schützen”, sagte sie und Landräte und Bürgermeister hätten keine Legitimation für Evakuierungen, die mit schweren Grundrechtseingriffen verbunden sein können. Deshalb fordere sie eine Zentrastelle für Katastrophenschutz die beim BBK anesiedelt sei. Auf der Ebene des Landes: Einen Katastrophenfall mit der dazugehörigen Katastophenschutzplanung.Angesichts der Berichte des ortsansässigen Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer und vieler Fragen von Menschen aus dem Ahrtal, wurde klar, dass solche Urgewalten mit nichts abzuwenden sind, sicher aber abgemildert werden können. Und da schlägt dann die Stunde des Bewusstseins, einerseits der Verbundenheit mit den Leidtragenden, andererseits das Ökonomie und Ökologie, heute vielleicht wie Umwelt- und Menschenschutz nur zusammen nachhaltig sein können.Christoph Scheuer, ein Grüner aus Bad Neuen Ahr Ahrweiler gab ihm Chat konkrete lokale Informationen:

Das höhere Gesetz: Naturgewalten und EU-Gewalten?

“Hier an der Ahr wurde die Ahr durch Bebauung durch Straßen sowie Schienen immer mehr in ein enges Flussbett gedrängt. Hierdurch hat sich die Fließgeschwindigkeit des Flusses immer weiter erhöht. Nun stellt sich Frage wie man hier im engen Ahrtal zukünftig eine solche Flutwelle verhindern kann.” Krischer wusste auch eine Geschichte von dem kleinen Flüsschen Inde zu berichten das vor 15 Jahren von Menschen an einem Tagebau vorbei geleitet worden sei und nundurch die Wassermassen erstarkt mit Zerstörungsgewalt in sein angestammtes Flussbett zurück gelaufen sei.Es geht also um eine ganz andere Siedlungspolitik, die freilich im Clinch mit dem Bebauungsdruck der Innenstädte steht.14 Schulen seien in unmittelbarer Nähe der Flüsse betroffen, so Scheuer. Weitere Flächenversiegelungen seien für Ablaufmöglichkeiten absolut kontraproduktivIn Jülich an der Rur, die eigentlich, der größere Fluss sei,sei ein Atommülllager. Eine Talsperre und Retentionsflächen aus dem Tagebau hätten hier  ironischer Weise Schlimmeres verhindert. Krischer erklärte auch das Talsperren teils nicht rechtzeitig geöffnet worden seien. Diese haben auch eine Funktion für die Trinkwasserzufuhr, er hoffe nur wegen solchen Konflikten sei nicht noch mehr passiert.

Sven Giegold erhob zum Schluss als Vertreter der Europäischen Union eine schwere Anklage gegen die Entscheidungsträger und Geldgeber in NRW. Es gebe es eine europäische Wasserschutzverordnung, die bestimme, dass seit 2015 alle Flüsse in einen guten Zustand gebracht werden müssen. Weil dies bis heutenicht der Fall sei, habe es eine Verlängerung gegeben. Diese laufe jetzt aus. Armin Laschet und seine Regierung in NRW hätten die Gelder dafür zurückgedreht. Er als Sprecher der deutschen Grünen im Europäischen Parlament fordere Ursula von der Leyen auf die europäischen Bestimmungen zur Flussrenaturierung und zum Hochwasserschutz auch wirklich durchzusetzen. 

Mitschnitt Webinar zum Schutz vor Flutkatastrophen:

https://sven-giegold.de/europe-calling-machtlos-gegen-die-fluten/

Papier Habeck/Krischer: Wie Menschen aus grüner Sicht konkret von nicht mehr abzuwendenden Kosequenzen der Klimakrise geschützt werden können:

https://www.gruene.de/artikel/mit-kosequenter-vorsorge-mensch-und-umwelt-vor-der-klimakrise-schuetzen

Bundesgrüne Lehren aus der Flutkatastrophe:

https://www.gruene.de/artikel/erste-lehren-aus-der-hochwasserkatastrophe-bevoelkerungsschutz-und-katastrophenhilfe-zukunftsfaeig-und-krisenfest-gestalten

Der Lichtstrahl

Bei den Weingärten, im Nebel sucht das Licht seinen Weg bei den Weingärten

weiße Hühnchen und eine Hand voll Sand Oh sage mir wo diese Blume blüht wie liebst Du im Sonnenschein oh Strahl der Du auch im Licht leuchtest

Die fremden Tage der Unseeligkeit sind  nun vorbei und spielen mit der rollenden Zeit die doch nur ein Moment zugleich Unendlichkeit

Und die Frage dessen die auch Antwort ist stellt sich sogleich welche im Gegensatz

Kreuze die Zeit –  Liebe den Schlot des Vulkans Spring mit Gewissheit hinein Trage dein Bild mit Liebe – Geduld und Demut  mit ein.

©Björn Berger ’98

Die Mächte des Bösen

Sich windende Winde,  brodelnder Sturm, in denen keiner sich finde dem Zerbrechen nahe wankt jeder Turm.

Durchschauende Gesichter huschen durch die ewige Unendlichkeit.

Habgier da Verlangen nach Macht wird nicht gestillt bevor Blut  vergossen,  oder Gutes zerstört. Durch und durch Böse!

Durchtrieben gemein sind die Mächte des Bösen. Lasst euch nicht erfassen von seiner Gewalt. Glauben, an das Leben und seine unzähligen Möglichkeiten, zu lieben, zusammen stark sein, seiner sicher, daß alles eins  miteinander ist.

Und jeder trägt seinen Teil unverhinderlich dazu bei. Ohne Gefühle wie Glück, Freude, Traurigkeit, Angst, Zorn,  und unzählige andere Empfindungen,  zu denen wir nicht die Worte finden, um sie auzudrücken, ohne sie?

Wüssten wir, wo wir uns befinden? Heute haben zu viele Menschen die Oreintierung verloren, sie wissen nicht mehr, was L e b e n bedeutet, dass es Sinn und Zweck sowie ein Ziel hat, und das sie nur  noch länger umherirren müssen, bis sie, wahrscheinlich erst in einer Ewigkeit, vereint werden.

©Björn Berger, Frühjahr 1997

Purpurner Engel

Purpurner Engel leuchtend im Licht Du – der du selber wolltest, was du bist Fürchte dich nicht. Sag mir wie liebst du im Sonnenschein?

Fürchte dich nicht Du tust nur Bist nicht allein. Du mit dem Kainszeichen (Demian; v. H.Hesse) auf dem Hirn

Trage es mit Stolz und Ehrfurcht  auf deiner Stirn. Fühle und Spüre das Reich die natürliche Sicht Du, der Purpurne Engel leuchtet im Licht.

©Björn Berger, Frühjahr 1997

Hausbau und Isolation

Kein Halt, Kein Wuchs, Kein Ur

Dem ewigen Vater-Mutter

Zum Muttertag ist mir ein Gedicht mit dem Namen Zae-Ringer gekommen. Weil es so schlecht gesetzt war hab ich die Zeilen nun hoffentlich besser zur Geltung gebracht. Die Zähringen waren, ohne es nochmals nach recherchiert zu haben das vorherrschende freiburger Adelsgeschlecht, das später wegen fehlender Nachkommenschaft ausgestorben ist.Das Gedicht ist für meine Mutter, 77, ich Vater hieß Andreas Zäh. Sie war Gärtnerin später mit Blumenladen, Ihre Schwester starb mit um die 30 an einem Gehirntumor, sie hat 3 Kinder mit einem libanesischen Mann, den sie kurz nach dem Tod ihrer Schwester Erika kennenlernte    

Zäh-Ringer

 Ihr wart Opfer des Daemon Ich muss etwas werden

Die Häuser mussten bersten Die Männer mussten sterben  

Das Volk brauchte Raum jetzt war er geschaffen

Ein Volk fleißiger Frauen die Hacken die Waffen

Blumen, Tabak, Erde, Süßigkeiten damit konnte man im Laden den Unterhalt bestreiten  

Die Schwester wollte mehr: In Leidenschaft mit- leiden

So gab sie sich den Kranken hin und musste selbst früh scheiden

  Dann stieg ein fremder Mann ins Land er wollte technisch Brücken brauen

und als sein Blick den deinen fand fands du ihn alle Mal charmant

  Er fühlte sich oft fremd bestimmt

Auch sein Volk brauchte Raum und Geld so machte er sich an die Arbeit flog  um die halbe Welt

  Drei Frauen hielten die Stellung versorgten die Kinder die kamen

einer davon trägt deines gefallenen Vater´s Namen  

Heut ist Muttertag, zwei von 3 Söhnen sind etwas geworden

du schaust dir endlich deine Blumen an und ich hab Angst vorm Butterblumenmorden      (Alienus 09.05.21)  

Am Vatertag ist in Außeinandersetzung mit meinen wundenschlagenden Wunden ein Vatergedicht entstanden. Im Sinne von Beuys der heute 100 wurde zeige ich diese Wunden nun.

Vater

Vater du fehltest mir früher als ich alleine war und schwach Mütter ihr wart in der Mehrzahl heute regnet es rein in mein Dach

Alle mussten so stark sein ihre Kinder ließen sie schwach ich will dir an deinem Tag nicht arg sein du Mann von Welt und Fach

  Ich kann heute weinen und weine mit meiner Freundin mit Denn so mancher Tropfen der durch mein Dach dringt übersetzte sich für sie in einen Magentritt

  Vater du fehlst mir heute, nicht dein Sockel dein Thron

Du schufst ein Haus für die Zukunft und die verlorenen Söhne wollten nicht darin wohn

  Vater du stehst noch und fehltest noch in Sibirien ein Wüstensohn  

Jetzt kämpfen sie ums Mutterhaus und wandern ein und wandern aus und finden keinen Frieden  

Und du bist mild geworden durch Krankheit, Alter, Über-Ich Die Väter-Sprache ist uns Brück und Schild geworden: versöhniglich

  Vater du fehlst mir weil ich allein bin und doch sieht man dich durch mich

Und müsstest du sterben dann würd ich dich leben denn ein Vater unsrer Sprache starb in die Sehnsucht nach mehr Licht   (Dani, Vatertag 13.05.21)  

Planet B.SOS

Zirkus Krone 72 Jahre
Appsolute Demokratie
Weckers Welt
Die Utopie von Evony and Ivory

ARMER Mann gemeiner MANN

Zwischen Willkür und Diktat
Zwischen Geld und Staat
Appsolutistische Demokratie
Bürokratisch technische Vergiftung
Mitwelt-Misantrophie

Kampf der Selbstlaute wo es ums Ganze geht, lärmende Mittlautmelange
Alles rot stellt sich orange
Und sinnt heimlich auf Revanche

CLUB ORANGE

Planet B: Im Weltraum
Gefangen im Netz verlustiert
Babelsberg Bocks-B-Seiten
Der Caterpillar planiert
Die Gedärme saniert

Armer Mann trifft reichen Mann
beide sehn sich lange an…

Bei den Armen und den Gendarmen:
Neid is nice und Geiz ist geil
Wie Rauch und Kunst
Vorzeigen auch und und abstumpfen
Wer überleben will zeigt den Herrschern Gunst

Aus dem FFF- Camp vertrieben

Planet Besos und alle andern im
Überlebenszwang auf der Suche nach den Pesos

Rattenhöhle

Arbeitslos Im Stadtraum verloren
Im Allkampf verlustiert

Vom Antirassismusfestival gejagt
Ins Münster geflüchtet
So ziemlich am Leben, so ziemlich
vertiert

Michael sticht zu:


DIE ALTE ERDE WIRD VERKONSUMIERT.

Nowhere

You say: live in the now and here!

But where is that thing without thinking and things my dear?

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You live between the sights that printed you,

and say that is like me and that´s not: is it true?

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There´s nothing like now and here

if your not aware, we have imprints and fear

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Every wow is a state that see´s

a fresh printed picture in the book of memories

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Ich say live, and live with the fear:

that we´re neither now nor here

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They say have an eye on the now

riminding that death ist the biggest wow

(Farounfirewater 17.07.21)