Gefährdung der Demokratie durch Oligarchen des Netzes. Onlinedebatte

“Das Medium ist die Botschaft”
      (Marshall McLuhan)


Am 09.09 war ein äußerst spannendes Webinar in der Reihe “Europe calling” des grünen Europapolitikers Sven Giegold. Eine Woche später hole ich den Mitschrieb wieder vor; Anlass: die “facebook papers” sind erschienen. Diese beweisen kurz und grob gesagt, das die Firma Facebook sehr wohl von den  Gefahren ihres Geschäftsmodells der Aufmerksamkeitsökonomie beispielsweise für die Entwicklung von Jugendlichen gewusst hat. Friederike Kaltheuer, die selbst 5 Jahre in E-commerce Firmen gearbeitet hat, beschreibt das Problem. Erstens gäbe es einen Rahmen der sich eher mit einem Einkaufsladen als mit einem griechischen Marktplatz vergleichen ließe. Die Betreiber bestimmen die Regeln. Zugespitzt werde diese Zwangssitution in der Rahmengebung der digitalen Öffentlichkeit dadurch, dass es global nur noch fünf solcher “Einkaufläden” gebe. Daten würden durch kostenlose Angebote gesammelt, teilweise zugekauft und zu Profilen zusammengeführt mit dem Ziel Werbetreibenden mehr Raum in unserem Leben zu geben. Es gebe mittlerweile sowohl bezahlte Tweets auf Twitter als auch bezahlte Facebook Klicks. Jetzt sei es höchste Zeit als EU einzuschreiten. Man müsse sich fragen in welcher digitalen Welt man leben wolle. Man müsse wieder genuin öffentliche Räume generieren und auch für die mächtigen Datenriesen wie Google oder Facebook verbindliche politische Spielregeln formulieren.

Das Internet: Unendliche Schichten

Facebook wolle sich die Kosten für Juristen sparen und politische Posts generierten in Wahlkampzeiten Reichweite. Es sei also durchaus wahrscheinlich das in der Endphase des engen Kopf-an-Kopf Rennens des Bundestagswahlkampfes das Internet die Demokratie schwäche, so Notz.In dem interaktiven Format kamen immer wieder inspirierende Fragen aus dem Publikum auf, auch solcher Art auf die man als Schwabe unter 40 nicht gleich kommen würde. Der grüne Bundestagsabgeordnete Dr. Konstantin Notz schaltete sich nun  in die Debatte ein. Diese Entwicklungen bedrohten die Demokratie und ihr freiheitliche Demokratische Grundordnung im Kern. Vor der Bundestagswahl 2017 habe der Bundesverfassungsschutz vor einer manipulativen Einflussnahme auf die Wahlen gewarnt. Die Regierung Merkel habe nach der Wahl auf Untersuchungen dahingehend verzichtet. Die Diskreditierung von Menschen durch Bilder im Netz  habe seither noch zugenommen, und durch die Sedimentierung des Webspace bekommen größere Öffentlichkeiten nichts davon mit.

Grüne  in Bund und EU wollen das Internet regulieren

Seine Konsequenz daraus sei analog zu der Regulierung des Rundfunks in Deutschland nach der Erfahrung der subversiven NS-Propaganda durch das Radio; eine Regulierung des Internets. Dazu gebe es aber bis heute nichts. Dazu schaltete sich die Kollegin Sven Giegolds, Alexandra Geese, im Europäischen Parlament, beipflichtend ein. Weil so gut wie niemand mehr, auch wenn er sich nur ein Youtube Video anschauen will, an einer Anmeldung bei Google und dem darauf folgenden fleißigen Datensammeln des Großkonzerns vorbei kommt, müssen wir die Plattformen in die Pflicht nehmen. Bestimmte Botschaften werden gezielt an Personen mit intellektueller und emotionaler Empfänglichkeit ausgespielt, so funktioniere Microtargetting. Dazu würden zur Verbesserung der Profile Daten hinzugekauft auch für Fakeprofile. Selbst wenn in seltenen Fälle, nach dem Modell der Zeitungen Gegendarstellung erwirkt würden würden auch die Dementi noch das transportieren was ursprünglich gesagt worden sei.

Globale Politische Ökonomie der Daten?

Kommerzielle Daten würden auch zu politischen Zwecken genutzt. Polarisierende Angst, Wut und Ärger auslösende Informationen triggern uns etwas zu tun, im Netz zu interagieren zu recherchieren. Aus Sicht der Betreiber aber heißt das: länger in Räumen zu verharren in denen Werbung geschaltet ist. Werbung ist Geld für Google und Facebook. Es bräuchte mehr Transparenz für die Nutzer beispielsweise über Empfehlungsmechanismen von Beiträgen. Denn man wisse Leute die extrem denken, seien auch mehr in den sogenannten sozialen Medien. Es werde gerade auf EU- Ebene an einem Digital Service Act(DSA) gearbeitet gerade werde erwogen, ob es verhältnismäßig sei Datensammeln und Profilbildung zu verbieten.

Folgt der DGVO nun der DSA?

Kaltheuer: Politische Werbung ist eine Sonderkategorie von Werbung. Der Wahlkampf braucht aus meiner Sicht eine Sondergesetzgebung.
Schott, Mitwirkender Avaaz-Studie zur Verächtlichmachung von politischen Parteien im Netz:  Es bräuchte generell mehr Transparenz, bei FB mehr Wahlmöglichkeiten um den eigenen News Feed zugestalten, schon jetzt wertet FB gewisse Seiten ab. Der investigative Journalist Peter Kreysler plädierte einen Code of Plattform zum Gesetz zu machen. Der könne die Verantwortung der Betreiber für die Verfahrensweisen ihres Algorithmus mehren. Eines hätten seine verdeckten Recherchen zur den Möglichkeiten des Onlinewahlkampfes erwiesen: Es brauche handfeste Regeln, Selbstverpflichtungen seien nicht effektiv.

Planet Google, Frachtschiff Amazon


Notz: Er verhandle seit 12 Jahren mit Onlineriesen als Bundestagsabgeordneter, die meisten Kollegen wissen nicht was vor sich gehe. Die Firmen müssten offen legen mit was sie genau ihr Geld verdienten. In einem freien Land müsse es eine Wahl gegen Trading im Netz geben.
Von harten Verhandlungen mit den drei Giganten Facebook, Amazon und Google wisse  sie und die EU-Kommissarin Yourova  ein Lied zu singen, so die EU-Abgeordnete Geese.
Auch große Internet Forschungsanstalten wie das Labor der Hu-Berlin oder der LMU- München seinen nach US-Vorbild google finanziert. Es gebe kaum noch freie Universitäten mit den technischen Kapazitäten um die großen Datenmengen zu verarbeiten.
Für die besagten Unternehmen ist Unruhe im Netz Geld. Geese merkt auch an das offline die beste Expertin für Datenrecht der EU von Google abgeworben sei. Die Parlamentarier sehen sich mehr und mehr der Willkür der Konzerninteressen ausgesetzt.


RT. De: Auch das Ausland beeinflusst den deutschen Online Wahlkampf

Fragen aus dem Fragen  und  Antworten Raum des Webinars

RT sei ein russisch finanzierte Sender bei dem 7 von 10 Nachrichten im Netz einen Impf-Hindergrund hätten.
Es gehe im Internet generell um eine Abwägung von Freiheit und Regulierung. Eine Ausweispflicht halte er für falsch da in erschreckend vielen Ländern manche Menschen nur durch diese Technologie ihre Meinung sagen können ohne in den Folterkammern ihrer Regime zu verschwinden. Auch Lösch- und Kommentierungskriterien stünden zur Diskussion. Zur Zeit würde Nacktheit sofort gelöscht Verumglimpfungen jedoch nicht.
Auch die Blauäugigkeit der Merkel-Regierung und ihr Unwille wahrzunehmen seien bemerkenswert.
Die Kleinen seien bei den Reichweiten eher zu vernachlässigen die großen seien wichtig. AGB’s ändern und Selbstverpflichtungen, bringen, ich wiederhole das gern, nichts.


” In den Medien wird soviel Wirbel darum gemacht, wie die neuen Technologien die Demokratie stärken werden.Doch tatsächlich werden nicht die Individuen gestärkt, sondern vielmehr multinationale Unternehmen und Banken gegenüber Arbeitnehmern, Konsumenten und politischen Systemen”
(Sklove, Richard(1994) zit. nach Jerry Mander et. al Schwarzbuch der Globalisierung, darin Kapitel 3 Technologien der Globalisierung, S. 86)

Bürgerinteressen vor Klientelpolitik


Wie man, wenn man die Facebook-Papers besser studiert, sicher noch detaillierter sehen wird handele Google ganz klar zu Lasten des kleinen Handwerkers, die paradoxe um nicht zu sagen perfide Situation sei aber das eben dieser regenbogenfarbige Konzern im tiefsten Lockdown in Partnerschaft mit der Bundesregierung Starterpakete von sich an die ums Überleben kämpfenden Einzelhändler hierzulande verschickte.


Datenoasen schließen

Den EU-Finanzpolitiker und Mitbegründer der finanzmarktkritischen NGO Attac errinerte das Gebaren Unternehmen an Steueroasen. Mittels Computer- und Lobbymacht unterliefen die Konzerne europäische Rechtsverordnungen. Wie das in EU in Bezug auf Finanzen entstanden sei, brauche es für solche Konzerne eine Aufsichtslogik welche sie dauerhaft im Kern ihres Geschäftsmodells beaufsichtige. Demokratie bedeute faire Marktwirtschaft.

LINK: Das ganze Webinar ist unter dem Titel ” Fake-News-Wahlkampf Wie Desinformationskampagnen unsere Demokratie gefährden unter dem Link:

oder wie so manch anderes Webinar zum Beispiel das letzte wo qualitativer Wohlstand unter anderem mit dem Gewerkschafter Frank Bsirske erwogen wird unter

Sven-Giegold.de

“Wir stehen hier wir können nicht anders”

Vorbericht von der Kundgebung der Partei “Die Basis” in Ulm

Luther und seine Mitarbeiter

Erster Eindruck per SMS an einen Freund:

Hat mir gut gefallen,
Guter Geist, gute Kultur, habe unter anderem mit C. Kreiß gesprochen von dem ich sehr inspiriert bin. Er hat in seiner Rede Luthers: “Hier stehe ich, ich kann nicht anders(…)”auf das Wir im Jahre 2020 bezogen; das (…) Gott helfe mir.Amen.” hab ich dann in meiner affektiven Schuljungenart von unten hochgeschriehen. Cooler quirliger Kern, bißchen so, wie ich mir Enzensberger vorstelle-das ganze war friedlich und recht gut besucht. 

Der Moderator der Veranstaltung Neben einem Bild von Gandhi, einer Ikone der Partei, die wie die Wir-Partei aus dem Bündnis Widerstand 2020 entstanden ist.

Bild oben:

Aus der St. Blasiuskirche in Nordhausen

Inhaltlicher Bericht folgt inschallah

Keine Mehrheiten für EU-Wasserschutzrahmenrichtlinien

Und die Ströme der Macht

Die Macht der Ströme

Einen Platz für europäisch admininistrativen Erfahrungsaustausch über die Starkregenereignissen von Juli 2021
schuf abermals die Europaabgeordnete der Grünen Jutta Paulus, Schwerpunkt Energie und Klima,
am Montagabend auf Zoom.

Im Rahmen der Themenwoche “#JetztAberKlima: So machen wir Europa fit für 1,5-Grad!” der Grünen Europagruppe lud die Naturwissenschaftlerin im EU Umweltausschuss zu dem Webinar: “Lebendige Flüsse statt tödlicher Fluten – Flussrenaturierung und Hochwasserschutz jetzt!” ein.

Die Diskutanten waren:

Die Generaldirektorin der Generaldirektion Europäischer Katastrophen und humanitäre
Hilfsmaßnahmen(GD Echo) Paraskevi
Michou

Die Klimawissenschaftlerin PD Dr. Heike Huebner vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) aus dem Fachzentrum Klimawandel und Anpassung wird

Der Forschungsgruppenleiter für Flussrenaturierung Dr. Christian Wolter vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin wird über das Thema Flussrenaturierungen sprechen

Dr. André Weidenhaupt, Regierungsrat im Umweltministerium Luxemburg

Dr. Erwin Manz, Staatssekretär Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) Rheinland-Pfalz

PD Dr. Heike Huebner, Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), Fachzentrum Klimawandel und Anpassung

Das Zitat was von der ersten Online-Diskussion über Flussnaturierung im Mai hängen geblieben war, stammte von der moderierenden Paulus:

“Die Irreversibilität der Zerstörung von Ökosystemen wird noch nicht verstanden”

Dem stellte sie nach den Fluten in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und und Luxemburg im Juli 21 noch eines hinzu

“Das so viele Menschen sterben mussten obwohl das europäische Flutwarnsystem 5 Tage vorher gewarnt hat ist mir unbegreiflich”

Auch Paraskeva Micou die Generaldirektorin der europäischen
Generaldiektion für Katastrophen Schutz und humanitäre Hilfsmaßnahmen(GD Echo) einer Abteilung der EU-Kommission stimmte in ihrem Beitrag zu.

Die Hochwasserrisikomanagementpläne sollen bis Ende des Jahres deutschlandweit koordiniert werden(Anm. d Verf.)

Extremwetterereignisse nehmen zu

Die EU wappne sich gerade für sowohl eine Häufung als auch eine Intensivierung von Extremwetterphänomenen. Dürren, Feuersbrünste und Flutereignisse. Durch den Copernicus emergency management service habe Belgien, welches schneller in der Starkregensituation um internationale Hilfe gebeten habe aus Österreich, Italien und Frankreich Boote und einen Hubschrauber erhalten. Bei den Feuern in Südeuropa allerdings hätten Italien, Griechenland, Mazedonien und Albanien den “Union Civil protection mechanism” beansprucht dem 27 EU- uns 6 externe Staaten angehörten. Von alten Desastern müsse man lernen um widerstandsfähigere grenzü ergreifende Strukturen aufzubauen.
Eine Studie der Weltbank zeige mittlerweile soarejeder in Katastrophenvorbeugung investierte Euro 18 die man zur Nachsorge aufwenden müsse. Desasterrisikomanagement heiße auch Schadenbegrenzung danach wofür es den EU Solidarity Fond gebe.

Die Ströme der Macht

Vertrautheit und Vertrauen halfen
In Luxemburg

Der Regierungsrat im Luxemburger Umweltministerium Andre’ Weidenhaupt zog Bilanz über die Flut im Juli in Luxemburg, dort hab es zwar deutlich weniger Niederschläge und auch keine Menschen wurden getötet, das schrieb er aber nicht den menschlichen Aktionen zu sondern dem Glück. Früher wären bei weniger extremen Ereignissen Menschen zu Tode gekommen. Was wohl in Luxemburg besser geklappt hat war die Zusammenarbeit von lokalen Entscheidern und Rettungskräften. Luxemburg sei klein. Dort kenne quasi jeder jeden, dass sei ein Vorteil gewesen auch wenn zum Leidwesen der Betreiber schon am 13.07 die Campingplätze an Sauer und Alzette geräumt wurden.

Flutkatastrophe
nicht gleich Hochwasser

Erwin Manz Staatssekretär im Umweltministerium in Rheinland-Pfalz beklagte 134 Tote allein in seinem Bundesland. Seit 2015 habe jeder die gehäuften Starkregenereignisse wahrnehmen können. Anders als bei den hohen Pegelständen der gewohnten Hochwasser käme hier die zerstörerische Kraft des Wassers zum Tragen. Als im Publikum eine Frau aus den Ahrtal anprangert das, die Ahr die teils in ihr altes Flussbett zurückgewandert sei mit Trümmern wiederbegradigt werde beschwichtigen er abstrakt. Und kurz davor meinte er noch bei der doppelt so großen Wassereucht in RLP wie in Luxemburg half auch kein Schutz mehr. Auch gegen die Totalversiegelungen des Bodens durch Durchfeuchtung nach langen Regenperioden auf ganzer Fläche wie bei der Ahrflut seien nicht zu verhindern. 30 Milliarden an Schadensersatzzahlungen habe der Bund bewilligt. Da helfe nur Schadensbegrenzung.

Die Fragende bezieht sich auf die Wiederaufbausituation im Ahrtal wo sie wohnt

Kein Bauen entlang der Auen

Die Meteorologie am hessischen Landesamt für Naturschutz Heike Huebner war da kostruktivistischer.
Sie arbeitet ja auch am Fachzentrum für Klimawandel und Anpassung. Zunächst erklärte sie die Zunahme an Regen bei Wärmesteigerung. Je Temperaturgrad könne die Luft 7% mehr Feuchtigkeit aufnehmen, damit steige die Starkregenwshrscheinlichkeit überall was man an der Karte für Hessen sehe. Karten sowohl Fließpfadkarten als auch die teurer zu erstellenden Hochwasserrisikokarten seien zur Prävention wichtig. Wenn Geld dafür investiert würde könne man den Neigungswinkel der Straßen verändern, wenn klar sei wie das Wasser im Ernstfall fließt. Auch muldenartige Park- und Spielplatzflächen bänden das Wasser. Verantwortliche Landwirte tragen zur Brechnung von Scheitelwellen bei, während sie mit Erosionsstreifen aus Wintergerste der Abtragung ihrer eigenen Scholle vorbeugen. Abflussräume gibt es eben weniger wenn an Flüssen durch Bauten Fläche versiegelt werde.

Die Macht der Ströme

Und das Geld

Fließgewässer brauchen hohen
Aufwand zur Revitalisierung

Der letzte Experte kam wieder zurück zum Thema der Debatte von Mai Flussrenaturierung. Im Zuge der nationalen Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie begegnete man wieder dem Konflikt zwischen EU-Gesetz und nationalen Souveränitätsansprüchen. Bis 2015 sollten alle den Paradigmenwechsel das guter ökologischer und chemischer Zustand der EU Gewässer Kriterium geworden ist umsetzten. 2018 war keines der 16 Bundesländer soweit. Der Grünensprecher im EU Parlament kritisierte auf einer Konferenz zur Flut im August dieses Jahred noch Armin Laschet, den Ministerpräsidenten von Nord-Rhein Westfalen, weil er Gelder für Flussnatuierung nicht freigegeben habe. Die EU insgesamt, so Wolter habe das Ziel aber immerhin 60 erreicht. Ganz klar sei aber det diffuse Nährstoffeintrag durch Landwirte hintertreibe dieses Ziel. Was die Beschleunigung de Flussgeschwindigkeiten betreffe, so der Fischökologe, tragen diese nicht zur Biodiversität der Flüsse bei. Fische brauchen strömungsarme Laichgebiete und seichte Zonen.

Revitalisierung muss 1/3 der
Lauflänge passieren

Flussrevitalisierung braucht hohen Aufwand. Immer noch gibt es durch EU-Töpfe förderungsfähig Programme wi TEN-T zur Flussbegradigung.
Dabei ist klar: Eine Aufwertung des Flussbette schafft breiteren Fließraum der die Fließgeschwindigkeit verzögert und so Fluten abschwächen hilft und die Revitalisierung der Fließgewässer fördert. Eine Frau aus dem Ahrtal fragte darauf was man dagegen tun könne, das die in der Flut ins alte Flussbett zurückgeflossene Ahr wieder mit Trümmerteilen begradigt werde. Betretenes Schweigen und abstrakte Beschwichtigungen von Manz. Vom 1,5 Grad Klimaziel abgesehen fragte sich Paulus nach 2 Stundeb am Ende der informativen Debatte sind Grüne Leitsätze wie: In Auen nicht bauen, die Aue gehört dem Fluss in Deutschland Mehrheit fähig bei hohem Siedlungsdruck. Die Generaldirektorin für Bevölkerungsschutz und humanitäre Hilfe meinte die EU liefert Daten die müssen die lokalen Entscheidungsträger selbst interpretieren. Das Risikobewusstsein in der Bevölkerung ist sehr wichtig.

Postdemokratie

“Der Leuchtturm der Demokratie ist kollabiert” (Marcus Klöckner, Zombie-Journalismus)

Demokratie deine Institutionen

Stehen da wie Säulen von Ruinen

150 Jahre Glasnost und Perestroika Offenheit und Umgestaltung

Biopolizei im Technotop fährt vorüber in elektrischen Limosinen

Wie außen so innen?

Die Menschen kümmern sich nur noch um sich Blumen und Arbeitsbienen

Biedermeier und Brandeins

Alles in Ästhetik ersoffen

Politikemos:

Manche fahren wie Demokratie- Beduinen die großen Stämme suchend auf Parteitage, Demos

Es fröstelt sie Innen

Christenkreuz:Wir wollen nichts tun doch alles hoffen

Tun wir betroffen von Ängsten und Worten besoffen

60er die WIR-Dekade

70er die Ich-Dekade

80er die Mich-Dekade

Ab 89 nur noch Ich, Ich, Ich

Postdemokratie-Soli:

VOLK aus der Wüste des Satteliten- Sozialismus

Du gabst 1848, 1990 den goldenen Schuss

Gorbi wollte Demokratie

Landmaschinenmechaniker

Statt Bruno Banani

Doch Jetzt sowohl Unterhose

Als auch dicke Hose

Mit Angst und Geld gepimpt

Im Zentrum des Imperiums

Wird jeder geimpft

Selbstschutz-Manie

Demos deine Beobachter stehen unter Schock

Die Brandeins-Biedermeier geben sich wie Drogendesigner

Adonis gibt dir gern den Pflock

Globales Dorf-Dialektik:

Mauern und Zäune und Waldkameras für Außenbereichsbäume

Postdemokratie in Wachstumsmanie

Hier herrscht die Wand und die steht unter Schock

Corona-Monarchie:

das Parlament ist so ohnmächtig

so korrupt wie noch nie

Demokratie:

der sogenannte Souverän aphatisch und arbeitsstumpf in Agonie?

Der Kopf ist ab es richtet der Rumpf, Haschisch macht die Schmerzen stumpf

Zwischen Ami go home und home grown has their exception been shown

Die unfröhliche Wissenschaft sinnlos in Stoffe vergraben

Freut sich auf sinnliche Sinnsuche beim Naturburschen Lanz heut abend

Hyperdemokratie:

Mediendemokratie alles sinnlich erforschte mit ihrem technischen Zeitbild

Untergrabend

Zahlenmeister:

deine Kains-Welt schlägt keine Welt

Lebensphilosophie:

Lenz, Agamben und Dylan Überschreiten empathisch-dramatisch

Den Rubikon tun es um

Der Wahrhaftigkeit Willen

Nicht um Anerkennung und Lohn

Performant und polyvalent

Im Monopol der digitalen Diktion

Augustus:

Ja heute Abend wird in den Ruinen ein großes Fest gespielt

Technokratie deine Institutionen

Stehn da wie Säulen von Ruinen

Ein Fest:

Wie es im Wir verbundene Wesen einstmals hatten

ROMANTIKER SAGEN IMMER

NOCH HABEN….

“Ich bin der Glanz der Glänzenden, der Würfel in Betrügerhand, Ich bin Sieg und Entschlossenheit, die Wahrheit dem, der zu ihr stand

(Bagavadgita, Zehnter Gesang, Vers 36)

Genius mundi-Genius loci

Deine Immunität ist deine Idee
Die vertritt hier aber niemand
Bald ist ne Demo geh

Du hattest Familie und Freunde zudem als Schutz
Jetzt hast du scheints die Wahrheit
Die beiden Kreisen trutzt

Dein Schutz ist deine Idee und Nützlichkeit
Ist da als Inbegriff der falschen Ordnung
Schon grundsätzlich passe

Das Wir ist älter als das Ich
Weshalb es das Ich auch bildet
Manchmal bricht

Dein Schutz der Dir nichts nutzt ist deine Idee
Und das Gedankengut das ihren Rahmen füllt
Ist es was dir Gefühlswellen durch Herz und Adern spült
So fühlst du dich lebendig dagegen und findest der neuen
Gruppe segen

Dieses Wir ist jünger als das Ich

Was dich schützt ist deine Gruppe die wahrnimmt und spricht wie du
Doch bist du nicht ganz wie sie do-be bleibst du wie du do-be-du

Genius loci ungeschütz
Und unvernützt

Das ist der Grund für Demokratie
Die Vielfalt der Sichten und Schichten
Überwachen und Strafen
Deraison et folie

Vielzuoft tankst du nur
Doch manches Mal danktst du auch

Demokratie ist ein Brauch
Religion ist ein älterer Brauch
Doch reden die ja auch

Moderne Gesellschaft ist Kommunikation die Alte Gesellschaft regierte der Priester regierte der Thron

Demokratie hat dich immer bewegt
Und du sie im Hirn auf der Straße
Nanntest es Praxis-Theorie

Was macht die Bundeswehr in Kunduz fragtest du den genius mundus?

Westliche Militärmaschinerie
Raus aus Afghanistan:
ich weiß nicht wie oft ich es schrie
Jetzt fliehen sie!

Und Gotteskrieger?
Ich lese Bücher und denke
Wie verschieden sind die!


Die denkt eine Einheits-Idee
Die befreundeten Stämme
Und Freunde schützen sie
Sie wurden lange verdammt
Und jetzt siegen sie

Wie Mohammed irgendwie:
Praxis-Krieg, Big family

Dies Ich ist Älter als unser Wir
Und die Ortskräfte stehen dafür
Denn sie stehen allein

Und das Ich der Afghanen
Will die Alte Herrschaft
Und Wir?

Khayyam|خیام

A Voice from Iran

 

“72nd story”

First published: Jan.03.2019

Omar Khayyam never got married and didn’t have any children. He was a tall man with a big head, quiet and recluse.

A genius who was able to read a full book and memorize it right away.

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Omar was a fan of Avicenna, the Persian Polymath, and in his notes named him as his teacher and mentor. Khayyam translated one of Avicenna’s Arabic treatise about Monotheism to Farsi. In the end, Khayyam left 13 treatises.

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In one of his treatises, he has a geometric solution for a cubic equation that Will Durant names a masterpiece of mathematics in the Middle Ages. One of Khayyam’s students, Hamedani, became a great poet, judge, and Gnostic who was killed because of his beliefs in philosophy.

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All of Hamedani’s theories have been proven thus far. The death of Hamedani was a trigger for Khayyam to start writing…

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MARIA-HIMM-ELF.

Wenn Maria in den
Himmel fährt
Ist das Essen gemacht
Und der Boden gekehrt

Maria gleicht Martha
Davon zeugt schon Marteria

Bevor sie abhebt dankt
Sie Magdalena
die Jesus den Vorfahren
in den Himmel
Als Erste sah

Die die reden
werden sagen sie ist Fruchtbarkeit
und die dahinter schweigen
werden lächeln über ihre
sogenannte Jungfräulichkeit

Bevor sie abhebt macht sie
ganz Maria und ganz Martha
ein Mahl für alle in einer
walllosen Halle

(copyright Daniel Baz 2019)

Bild: Juliette Pita zum Weltgebetstag
der Frau Thema Vanuatu
Worauf bauen wir?

I don’t want you to stay at home

Mick Pini Band live im Engel-Bartenbach

Freudig war das Wiedersehen nach dem Mick Pini 8 Monate nicht mehr zusammen mit seiner Band gespielt hatte. Und das auf dieser vertrauten und wunderschönen Bühne vor dem Engel in Bartenbach,mit ihren circa 70 Plätzen umrankt vom wilden Wein und geschützt von einem großen Kastanienbaum. Ihr Motto: Große Künstler auf kleiner Bühne.
Pini steht für UK-Blues einige seiner Alben hat in den 80ern Mike Vernon, ” the man who braught blues to England”-meint der Italiener, produziert.

Blues comes from the earth

Heute ist kein Platz frei in Bartenbach
-fühlt sich komisch an, aber aus England hört man die neue Freiheit sei soweit “save”. Uwe Jesdinsky der Mann am Bass, hat den “Jumping Blues” geschrieben. Tanzen ist ja noch verboten. Wie zum Trotz reizt Pini-vermittels zündender Soli und Wechselspiele-seine Band zu einer mitreißenden Spielfreude.
Der Spielfreunde sind da mit Klaus Brosowski an den Keys und Dave Horner
vier. Und alle spielen gut und gerne zusammen. Und so ist “Mick” in little Wing dankt er seiner Tochter Daniela, die er zum Gitarrenspiel ermutigte, dass sie im das Intro des Hendrix-Songs beigebracht habe. Hier steht ein Meister der Erzählung der Magie des Miteinanders. Und das ist es nach dem sie hier dürsten. Vom Duft von frisch Serviertem umweht spürt man das der Hunger auf Kultur und Entgrenzung im meist Älteren Publikum voll durchschlägt. Und ja-das muss man ja zu dieser Rechtssituation schon als politischen Ungehorsam werten- eine Frau tanzt. “Man darf sein Leben nicht von Corona diktieren lassen”, sagt sie- Ein Statement.

I wanna come playing again

Der Mann der Ende der 90er schon den Talking Blues gewonnen hat spürt bei Otis Readings Stück “She’s real” sein Publikum genau. Bei Jimi Hendrix und Dylan(US-Blues) ein großes Vorbild kochen die trunkenen Gemüter. Hey Joe lässt er zur Freude aller mit einem hinter dem Rücken gespielten Cream-Solo enden.
Jetzt nach dem Muddy Waters Klassiker, “I just wanna make love to you” als die Crowd und er wie zusammengewachsen scheinen, spricht er sieben Minuten lang über Liebe und Hass in schwierigen Zeiten, gerade für Künstler. I don’t want you to stay at home, I don’ t want you to stay alone, I just wanna make love to you.

Blues gonna be the way

Mit einer Liebeserklärung an den Blues und einer Versicherung das er niemals sterben werde endete diese beschwörungshafte Szene die in den Song “standing in the rain” mündete. Ein bißchen Abkühlung brauchte zumindest der 72 Jährige jetzt. Seine Gibson-Gitarre, die er nun statt der Fender aufschnallte läutete nun eine kontemplative Endphase ein. “Blues is gonna be my way” vom letzten Album Into the distance erklang, wer es nicht vorher schon wusste, Mick Pini löst dieses Versprechen in strahlender Authentizität, Kreativität und dreckiger Spielfreude ein. Bei der Zugabe “Woke up this morning” musste Pini sich hinsetzen und doch feierten ihn die Leute. Denn wie lange hatte niemand mehr ausgedrückt was fühlten. Blues so meint Pini einmal: “Blues is the expression of a truth that you can’t change.”