Ein Preis sie alle zu binden

Klimapolitik in der Energiepreisfalle?

Politische Co2-Preisteigerung braucht sozialen Ausgleich


In seinem wissenschaftlichen Vortrag stellte Professor Ottmar Edenhofer vom Mercator-Institut for commons and climate change in Berlin ein Dilemma dar.

“Steigende Energiepreise führen zu ökonomischen und sozialen Verwerfungen”

Mit vielen Berechnungen zeigte er auf das steigende Co2-Preise die Energiepreise erhöhen. Dieses Instrument sei aber notwendig um die fossilen Energieträger aus dem Markt zu drängen. Denn ein hoherer Co2-Preis

Verteuert fossile Energieträger da sehr Co2 intensiv

Erhöht die Rentabilität freier Alternativen wie Solar oder Wind

Misst die Ernsthaftigkeit politischer
Ausstiegsziele aus den Fossilen

Bis 2050 beim Co2-Ausstoß auf netto 0 zu kommen, impliziere in Deutschland einen Strukturwandel in Industrie, Leben und Verkehr der seines Gleichen suche. Dazu brauche man Hoch-Technologie beispielsweise zur Luftreinigung um die unvermeidlichen Prozessemissionen in Industrie und Verkehr zu kompensieren. Das seit 2005 Schritt für Schritt ausgeweitete System des Europäischen Emissionshandels(ETS) hat für die deutschen Anlagen laut Umweltbundesamt bisher 38% des Ausstoßes reduziert.
Das Problem des carbon leakage, also das energieintensive Unternehmen ihre Produktionsstandorte ins Nicht-EU-Ausland verlagern könnte sich mit einem historisch hohen Co2-Preis noch verstärken. Das Dilemma der wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen durch den Wandel, lässt sich laut Edenhofer aber nur durch den Co2-Preis. Verbunden mit flankierenden Maßnahmen auflösen.



Rolle rückwärts von Gas zu Kohle?


Edenhofer mahnt an das eine schockartige Anhebung der Preise die Gefahr der Arbeitslosigkeit erhöhe. Es sei bewiesen das ärmere Haushalte deutlich weniger fahren als Reiche, Einsparungen beim individuellen Co2 Fussabdruck sollen, wie jetzt schon in der Schweiz praktiziert, am Jahresende ausbezahlt werden. Politisch gebe es Sicherheit Preisentwicklungen langfristig und glaubwürdig anzukündigen.
Aufgrund der exorbitant hohen Gaspreise, die nicht nur von der EU gesteuert werden ist beim neuerlichen Durst der Industrien außerhalb Europas die Kohle zurückgekehrt. Um die Kohle aus dem Markt zu drängen brauche es einen starken Staat.

Technische Standards als Druckmittel zum Wandel


Der Energieriese RWE versichere sich gerade durch(Ankauf von Hatches und Zertifikaten) gegen höhere Co2-Preise bis 2030. Andererseits koste es 80000 bis 130000 Euro ein Eigenheim zu dämmen, geschweige denn die alte Ölheizung für 35 Prozent Erneuerbare umzurüsten, merkte ein Zuschauer an.
Es gebe 45 % Zuschuss von Staat bei solchen Umrüstungen. Und soziale Härten müssten so gut wie möglich aufgefangen werden, so Edenhofer.
Viele glauben hohe Co2-Preise seien politisch nicht durchsetzbar. Die Frage sei was traut man demokratischer Politik zu? Der Verkehrsminister ist Volker Wissing von der FDP. Mut zur Veränderung?

Author: farounfirewater

Ich bin der Falke im Sturm der den König sucht. "Ich lebe mein Leben in sich weitenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn, Den letzten, ich weiß nicht ob ich ihn Vollbringe, aber versuchen will ich ihn Ich kreise um Gott um den uralten Turm und ich kreise Jahrtausende lang und ich weiß nicht, bin ich eine Falke, ein Sturm oder ein großer Gesang" (Rilke)

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